Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Hohes Korruptionsrisiko bei Rüstung afrikanischer Staaten

Verteidigung Hohes Korruptionsrisiko bei Rüstung afrikanischer Staaten

Überall in Afrika besteht ein hohes oder sogar kritisches Korruptionsrisiko im Verteidigungssektor. Die Budgets der zuständigen Ministerien seien höchst undurchsichtig, hieß es in einem Bericht der Nichtregierungsorganisation Transparency International, die staatliche Verteidigungsausgaben in 47 Ländern des Kontinents untersuchte.

Voriger Artikel
Opposition im Iran beklagt Disqualifizierung von Kandidaten
Nächster Artikel
Für Smartphone und Laptop: Kinderarbeit in Kobaltminen

Das Korruptionsrisiko soll besonders in Afrika hoch sein: In vielen Staaten sind die Ministerien für Kontrollen der Anti-Korruptionsbehörden nicht zugänglich.

Quelle: Henry Ikechukwu/ Archiv

Kapstadt. e.

Auf einer Skala von "A" (sehr niedriges Risiko) bis "F" (kritisches Risiko) schnitt kein afrikanisches Land besser als "D" ab, was "hohes Korruptionsrisiko" bedeutet. Zwanzig Staaten, einschließlich Simbabwe, Sudan, Kamerun und Burkina Faso, bekamen ein "F". Weitere 20 Länder, darunter Nigeria, Äthiopien und Burundi wurden mit "E", oder sehr hohem Risiko, eingestuft. Nur sieben Länder, einschließlich Südafrika, Kenia und Ghana, erhielten ein "D".

Im Vergleich gliederte die Organisation Deutschland, die Schweiz und die Vereinigten Staaten in einem früheren Bericht in die Kategorie "B" für "niedriges Risiko" ein. Lediglich England und Neuseeland bekamen ein "A", während das Korruptionsrisiko laut Transparency International in Frankreich und Italien moderat sei, oder "C".

Das Korruptionsrisiko sei besonders hoch in Afrika, da die knapp 37 Milliarden Euro, die Verteidigungsministerien im vergangenen Jahr ausgaben, kaum unabhängiger Überprüfung unterlägen, so Transparency International. Fast 40 Prozent der untersuchten Länder hielten ihre Verteidigungsbudgets geheim. Der Rest veröffentliche nur sehr vage Zahlen.

Zusätzlich seien Verteidigungsministerien in vielen der 47 Staaten für Kontrollen von Anti-Korruptionsbehörden nicht zugänglich, da Verteidigungsfragen als streng vertraulich eingestuft würden. Waffeneinkäufe in fast 70 Prozent der untersuchten Länder basierten auf individuellem Ermessen statt nationaler Strategie. Auch Gehälter und Zahlungssysteme seien nach Angaben des Berichts für Manipulation anfällig.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
db8d0a20-bec5-11e6-93cf-1fd3784f57b6
Schweres Zugunglück in Bulgarien: Güterzug explodiert

Ein Güterzug mit Gastanks ist im Nordosten Bulgariens entgleist. Zwei Tanks flogen in die Luft. Mindestens vier Menschen starben.

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?