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Hollande: Trump-Äußerungen erzeugen "Gefühl von Brechreiz"

Wahlen Hollande: Trump-Äußerungen erzeugen "Gefühl von Brechreiz"

Frankreichs Staatspräsident François Hollande geht in ungewöhnlich deutlicher Weise auf Distanz zum republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

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«Ich mag Paul Ryan, aber das sind furchtbare Zeiten für unser Land. Wir brauchen eine sehr starke Führung. (...) Und ich bin einfach noch nicht so weit», sagt der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump. Foto: Jim Lo Scalzo

Washington/Paris. Hollande rügte laut französischen Medienberichten Trumps "Exzesse", die ein "Gefühl des Brechreizes" erzeugten.

Hollande bezeichnete Äußerungen Trumps zudem als "verletzend und demütigend". Der französische Sozialist spielte laut Nachrichtenagentur AFP vom Dienstagabend auf die Kritik Trumps an den Eltern eines getöteten US-Soldaten muslimischen Glaubens an. Humayun Khan war 2004 im Irak durch ein Selbstmordattentat ums Leben gekommen.

Derweil will Trump seinem mächtigen Parteikollegen Paul Ryan noch nicht die Unterstützung im Wahlkampf aussprechen. Ryan, Sprecher des Repräsentantenhauses, tritt in Wisconsin in einer parteiinternen Vorwahl der Republikaner um die Kandidatur für die Kongresswahl an. Auf die Frage, ob er ihn dabei unterstütze, sagte Trump der

"Washington Post": "Ich mag Paul Ryan, aber das sind furchtbare Zeiten für unser Land. Wir brauchen eine sehr starke Führung. (...) Und ich bin einfach noch nicht so weit."

Seine Worte wählte er wohl mit Bedacht. Ryan hatte im Mai lange gewartet, als es darum ging, sich hinter Trump als Präsidentschaftskandidaten zu stellen. Auch Ryan sagte damals, er sei noch nicht so weit. Danach zeigten sich weitere Differenzen zwischen beiden - etwa bei der Kontroverse um die Eltern eines toten muslimischen US-Soldaten. Trump kritisierte das Ehepaar; Ryan nahm es in Schutz.

Am Montag lobte Trump einen der Herausforderer Ryans, Paul Nehlen, im Kurznachrichtendienst Twitter.

dpa

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