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Politik IHK Potsdam verklagt Ex-Präsidenten auf Schadenersatz
Nachrichten Politik IHK Potsdam verklagt Ex-Präsidenten auf Schadenersatz
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10:17 14.10.2015
Ex-IHK-Chef Victor Stimming. Quelle: FOTO: CH. Köster
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Potsdam

Die Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK) verklagt ihren langjährigen Präsidenten Victor Stimming auf 250.000 Euro Schadenersatz. Die Klage ging am 9. Oktober beim Landgericht Potsdam ein, wie die IHK bestätigte. Bauunternehmer Stimming hatte das höchste Ehrenamt der Kammer bis November 2013 inne. Dann stolperte er über einen Skandal um barocke Auswüchse seiner Amtsführung. Ein Vergleich zwischen Kammer und dem Ex-Funktionär war nicht zustande gekommen.

Stimming soll etwa Mercedes-Dienstwagen privat genutzt haben

Die Klage stützt sich auf ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, welches die Kammer zur Aufklärung der Vorwürfe in Auftrag gegeben hatte. Die Viertelmillion Euro vermuteten Schadens leitet die Kammer aus folgenden mutmaßlichen Verfehlungen des Ex-Präsidenten her: Stimming soll die IHK-Sekretärin in seiner privaten Baufirma in Brandenburg/Havel beschäftigt und einen Mercedes-Dienstwagen privat genutzt haben. Außerdem soll der Präsident „unrechtmäßige Aufwandsentschädigungen“ erhalten haben. Damit sind zum Beispiel Sitzungsgelder gemeint, die Stimming einstrich, weil er etwa bei der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) oder der Bürgschaftsbank als Vertreter der IHK im Förderausschuss beziehungsweise Verwaltungsrat saß. Allerdings gehörte die Teilnahme zu seinen Aufgaben als Präsident, da die Kammer Gesellschafterin der genannten Institutionen ist. Es soll um 30.000 Euro im Jahr gehen – die Summe orientierte sich prozentual an den hohen Gehältern der Geschäftsführer von Zukunftsagentur und Bürgschaftsbank.

Gegen Stimming wird auch wegen Untreue ermittelt

Gegen Stimming läuft parallel zur zivilrechtlichen Aufarbeitung der Affäre ein strafrechtliches Verfahren wegen des Verdachts der Untreue. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt außerdem gegen mehrere ehemalige Präsidiumsmitglieder der IHK, die Stimmings Eskapaden durch ihre Beschlüsse erst ermöglicht haben sollen.

Eine zivilrechtliche Auseinandersetzung mit dem ehemaligen IHK-Hauptgeschäftsführer René Kohl war im September 2014 beigelegt worden. Strafrechtliche Ermittlungen gegen Kohl wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue stellte die Staatsanwaltschaft Ende 2014 ein.

Von Ulrich Wangemann und Ildiko Röd

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