Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
IS bekennt sich zu Bombenanschlag in Kairo

Terrorismus IS bekennt sich zu Bombenanschlag in Kairo

Erst vor wenigen Tagen unterschrieb Ägyptens Präsident Al-Sisi ein neues Anti-Terror-Gesetz. Doch zur Ruhe kommt das Land trotzdem nicht. Wieder erschüttert ein Terroranschlag die Hauptstadt.

Voriger Artikel
Merkel sieht neue Dynamik für Freihandel mit Brasilien
Nächster Artikel
SPD-Politiker Egon Bahr gestorben

Seit Ende Juni hat sich die Situation in Ägypten verschärft. Foto: Khaled Elfiqi

Kairo (dpa) - Bei einem Autobombenanschlag auf ein Gebäude der Sicherheitskräfte in Kairo sind 29 Menschen verletzt worden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich am Donnerstag zu dem Attentat und bezeichnete es in einer über das Internet verbreiteten Erklärung als Vergeltung für "unsere Märtyrer-Brüder". Die gewaltige Explosion war in weiten Teilen der ägyptischen Hauptstadt zu hören gewesen.

Ein Attentäter hatte am frühen Morgen im Norden Kairos vor dem Gebäude der Sicherheitskräfte einen Wagen abgestellt, der kurz danach in die Luft flog, wie das Innenministerium mitteilte. Der Täter sei auf einem Motorrad geflohen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind die meisten Opfer leicht verletzt.

In der IS-Erklärung hieß es, der Anschlag sei eine Vergeltung für die "Märtyrer von Arab Scharkas" gewesen. In dem nordägyptischen Ort hatte die Polizei im März 2014 bei Zusammenstößen sechs angebliche Extremisten getötet. Sechs weitere Männer wurden im Mai hingerichtet, weil sie damals an einer Schießerei beteiligt gewesen sein sollen, bei der auch zwei Polizisten starben.

Erst am Sonntagabend hatte Ägyptens Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi ein neues Anti-Terror-Gesetz unterschrieben, um im Kampf gegen Extremisten härter durchgreifen zu können. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 2013 kommt es in Ägypten immer wieder zu Anschlägen.

Seit Ende Juni hat sich die Situation verschärft. Generalstaatsanwalt Hischam Barakat wurde bei einem Bombenattentat in Kairo getötet. Fast 120 Menschen starben bei IS-Angriffen auf der Sinai-Halbinsel. Bei einem Anschlag vor dem italienischen Konsulat in Kairo kam ein Mensch ums Leben. Zuletzt entführten IS-Anhänger im Großraum Kairo einen Kroaten. Wenig später kursierte im Internet ein Foto, das nach Darstellung von IS-Unterstützern die enthauptete Leiche des Mannes zeigt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
d06f66fe-9e96-11e7-b6e4-962cec84b262
Hurrikan „Maria“ wütet auf Puerto Rico

Hurrikan „Maria“ hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern in Puerto Rico große Schäden und flächendeckende Stromausfälle verursacht. Es gibt überall starke Überschwemmungen und zahlreiche zerstörte Häuser.

Was ist Ihr Sommerhit?

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr