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Nachrichten Politik Immer mehr Deutsche sichern Pflege-Risiko ab
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05:00 02.01.2018
Private Pflegezusatzversicherungen werden vom Staat mit 60 Euro jährlich gefördert. Quelle: dpa
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Berlin

Die staatliche Förderung für private Pflegezusatzversicherungen zeigt Wirkung: 2017 gibt es rund 3,52 Millionen private Zusatzversicherungen. Innerhalb von fünf Jahren ist deren Zahl damit um 61 Prozent gestiegen. Das geht aus Daten des Verbandes der Privaten Krankenversicherung hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. 2013 war für private Pflegezusatzversicherungen eine staatliche Förderung von 60 Euro pro Jahr eingeführt worden - dabei handelt sich um den nach dem damaligen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) benannten „Pflege-Bahr“.

Ende September 2017 gab es den Angaben zufolge 814 800 geförderte Verträge - 37 600 oder 4,8 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Traditionell sind die Abschlusszahlen im vierten Quartal höher - was für das Gesamtjahr 2017 ein Plus von deutlich mehr als fünf Prozent erwarten lässt. Darüber hinaus wurden Ende September 2 706 300 nicht geförderte Verträge gezählt - 29 600 oder 1,1 Prozent mehr als Anfang 2017.

„Das anhaltend starke Wachstum bei den Pflegezusatzversicherungen zeigt: Immer mehr Menschen wissen, dass die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur einen Teil der Kosten für Pflegedienst oder Heim deckt“, sagte PKV-Direktor Volker Leienbach dem RND. „Den Rest – oft weit über 1000 Euro im Monat – müssen die Pflegebedürftigen selbst tragen.“ Wer im Pflegefall seine Kinder nicht belasten oder vom Sozialamt abhängig sein wolle, sollte rechtzeitig privat vorsorgen. „Für kaum ein Risiko kann man finanziell so gut und langfristig vorsorgen wie für die Pflege, weil sie meist erst in hohem Alter eintritt“, so Leienbach weiter.

Von RND

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