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Indianerstamm wehrt sich mit Kameras gegen Regenwaldabholzung

Umwelt Indianerstamm wehrt sich mit Kameras gegen Regenwaldabholzung

Mit einer ungewöhnlichen Methode will der durch illegale Regenwaldabholzung unter Druck geratene brasilianische Stamm der Ka'apor-Indianer seine Lebensgrundlagen schützen.

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Bedroht: Dichter Regenwald auf der Ilha do Cardoso im Bundesstaat Sao Paulo.

Quelle: Ralf Hirschberger/Archiv

Jaxipuxirenda. Mithilfe der Umweltschutzorganisation Greenpeace wurden nun Kameras an den Routen der Holzfäller installiert, die edles Tropenholz für viel Geld unter anderem nach Europa verkaufen.

Zudem soll versucht werden, in Lastwagen, die Holz abtransportieren, heimlich GPS-Sender zu installieren, um den Weg der Fracht verfolgen zu können. Bisher wurden entdeckte Lkw von den Indianern verbrannt.

Die Ka'apor ("Bewohner des Waldes") haben eine eigene Sprache und leben weit verstreut. Der seit rund 300 Jahren im brasilianischen Bundesstaat Maranhão lebende Stamm hat knapp 2000 Mitglieder und lebt auf einer eigentlich staatlich geschützten Fläche, die sechs Mal so groß ist wie Berlin. Acht Prozent der Fläche sollen bereits gerodet worden sein, zudem sind nach Stammesangaben seit 2011 vier Indianer umgebracht worden.

Greenpeace kritisiert, dass ausgerechnet vor dem UN-Klimagipfel im Dezember in Paris, bei dem ein Weltklimavertrag beschlossen werden soll, die folgenreiche Tropenabholzung stark zugenommen hat. Dabei gilt das Amazonasgebiet als "grüne Lunge" der Erde, die viel Kohledioxid bindet. Laut dem Umweltforschungsinstitut INPE ist die zerstörte Regenwaldfläche hier seit 2014 um 5121 Quadratkilometer gewachsen - das ist mehr als die fünffache Fläche Berlins.

dpa

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