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Indien streitet über Wahlwerbung durch Lotusblüten

Innenpolitik Indien streitet über Wahlwerbung durch Lotusblüten

Eine Partei in Indien ist entsetzt über die zahlreichen Lotusblumen, die in den Teichen in voller Herbstblüte stehen. Da die Pflanze das Symbol der Partei BJP ist, sei der Anblick eine unfaire Beeinflussung der Wähler, argumentiert die rivalisierende Kongresspartei.

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Bei den vergangenen Wahlen mussten auf Weisung der Wahlkommission sämtliche Elefanten-Statuen verhängt werden.

Quelle: epa

Neu Delhi. Alle Wasserflächen müssten abgedeckt und die schwimmenden Blüten versteckt werden, schrieb die Partei laut einem Bericht der "Times of India" vom Dienstag an die Wahlkommission. Im Bundesstaat Madhya Pradesh stehen bald Wahlen an.

Einmalig ist die Forderung keineswegs: Bei den vergangenen Wahlen im Bundesstaat Uttar Pradesh mussten auf Weisung der dortigen Wahlkommission tatsächlich sämtliche Elefanten-Statuen verhängt werden, weil der Dickhäuter das Logo der Partei Bahujan Samaj Party (BSP) darstellt.

Der Wahlbeauftragte in Jabalpur war laut dem Bericht zunächst überfordert mit der Anfrage und reichte sie weiter. Alle Teiche abzudecken wäre indes ein großes Unterfangen, da in Madhya Pradesh Lotus für den Verkauf im ganzen Land angepflanzt wird. Die schwimmende Pflanze ist die Nationalblume des Landes und gilt als Zeichen für Glück, Wohlstand und Fruchtbarkeit.

Ein Sprecher der Lotus-Partei BJP (Bharatiya Janata Party) argumentierte in der Zeitung: Wenn die Blüten abgedeckt werden, dürfen die Menschen auch bald ihre Hände nicht mehr aus den Taschen nehmen. Eine erhobene Hand nämlich ist das Symbol der Kongresspartei.

dpa

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