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Politik Junge Frauen werden gezielt für Terrormiliz IS angeworben
Nachrichten Politik Junge Frauen werden gezielt für Terrormiliz IS angeworben
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20:48 25.06.2015
Im «Kalifat» werden die Frauen bereits erwartet. Foto: Stringer/Archiv
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Berlin/Mainz

z. "Das bezieht sich insbesondere auf junge Frauen." Männer und Frauen würden häufig aktiv aufgesucht. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz bestätigte einen Bericht von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung", wonach den Behörden rund ein Dutzend Anwerberinnen bekannt sind, die Frauen für den IS rekrutieren.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat bisher allerdings keinen Beweis für eine systematisch und zentral gesteuerte Ausreise von Frauen zum Kampf für das Terrornetzwerk. Zwar gebe es im Internet in großem Umfang Aufrufe zur Ausreise von Frauen in den sogenannten Heiligen Krieg nach Syrien oder in den Irak, teilte das BfV auf Anfrage mit. "Bislang existieren keine Belege, dass die Ausreisen in Deutschland zentral und gezielt organisiert werden." Hinweise zu möglichen "Anwerberinnen" lägen in Einzelfällen vor.

In dem Bericht von WDR, NDR und "SZ" ist die Rede von einem "Mädchennetzwerk". Dieses gebe es nur im Internet, nicht physisch vor Ort, erklärte das LKA Rheinland-Pfalz.

Die Frauen werden dem Bericht zufolge in Syrien bereits erwartet: In Raqqa betreibe die Terrormiliz ein schwer bewachtes Frauenhaus. Mehrere Quellen hätten berichtet, ankommende Frauen würden dorthin gebracht, eingesperrt und zu ihren künftigen Ehemännern gebracht.

Bisher sind 700 Islamisten aus Deutschland in die Kampfgebiete in Syrien oder im Irak ausgereist, darunter annähernd 100 Frauen. Das hatten die Verfassungsschützer berichtet. Ein Drittel der bisher Ausgereisten ist nach BfV-Angaben wieder zurückgekehrt, mehr als 50 von ihnen gelten als besonders gefährlich, weil sie Kampferfahrungen gesammelt haben. Die Zahl der Salafisten in Deutschland liegt inzwischen bei 7500, sie wächst weiter.

dpa

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