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Jury uneinig: Freddie-Gray-Prozess wird neu aufgerollt

Polizei Jury uneinig: Freddie-Gray-Prozess wird neu aufgerollt

Nach seiner Festnahme wird der Afroamerikaner Freddie Gray in einem Polizeitransporter aufs Revier gefahren. Er überlebt die Fahrt nicht. Der Prozess gegen einen beteiligten Polizisten ist nun geplatzt.

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Die Behörden hatten vor der erwarteten Urteilsverkündung an die Bevölkerung appelliert, Ruhe zu bewahren.

Quelle: Shawn Thew

Baltimore. Der Prozess um den Tod des Afroamerikaners Freddie Gray in Polizeigewahrsam muss neu aufgerollt werden.

Die zwölfköpfige Jury in der US-Ostküstenstadt Baltimore konnte sich nicht darauf einigen, ob der an Grays Festnahme beteiligte Polizist William Porter schuldig ist, wie die "Baltimore Sun" am Mittwoch berichtete. Der Termin für ein neues Verfahren soll heute festgesetzt werden.

Der 25-jährige Gray starb nach seiner Festnahme im April an den Folgen einer Rückenmarkverletzung. Laut Staatsanwaltschaft hatte Porter ihn entgegen den Vorschriften unangeschnallt in einen Polizeitransporter gelegt und Bitten Grays nach medizinischer Hilfe ignoriert.

Die Jury hatte an drei Tagen insgesamt mehr als 14 Stunden beraten. Porter ist wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Amtsvergehen angeklagt. Wie seine fünf an der Festnahme beteiligten Kollegen plädierte er auf nicht schuldig.

Vor dem Gericht versammelten sich nach der Jury-Entscheidung Demonstranten. Die Proteste blieben zunächst friedlich. An der Kreuzung der Straßen Pennsylvania Avenue und North Avenue, an der es auch nach Grays Tod Demonstrationen gab, kamen Menschen am Abend zum Gebet zusammen. Sie betonten ihre friedliche Absicht. Die Behörden hatten vor der erwarteten Urteilsverkündung an die Bevölkerung appelliert, Ruhe zu bewahren. Es gab der "Baltimore Sun" zufolge zwei Festnahmen.

Grays Tod hatte in Baltimore tagelange Proteste und schwere Unruhen ausgelöst. Deshalb gab es Sorgen, ob die Jury unbefangen urteilen kann. Die Verteidigung hatte mehrfach versucht, den Prozess in eine andere Stadt verlegen zu lassen. Sie hatte argumentiert, dass ein faires Verfahren nach den Unruhen in Baltimore nicht möglich sei.

dpa

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