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Jusos werben erfolgreich GroKo-Gegner an

„Tritt ein, sag nein“ Jusos werben erfolgreich GroKo-Gegner an

Die Jusos machen weiter gegen die Große Koalition mobil. Unter dem Motto „Tritt ein, sag nein“ hat der Vorsitzende der Jugendorganisation Kevin Kühnert GroKo-Gegner zum Parteieintritt aufgefordert, um den Koalitionsvertrag auszuhebeln. Tatsächlich erhielten die Landesverbände nach dem Parteitag hunderte Beitrittsanfragen.

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Jusos demonstrieren vor dem Bundesparteitag gegen Koalitionsverhandlungen mit der Union.

Quelle: imago/Jörg Schüler

Berlin. Jusos und linke Sozialdemokraten protestieren auch nach der knappen Entscheidung vom Parteitag gegen eine erneute Auflage der Großen Koalition. „Tritt ein, sag’ Nein“, heißt die Kampagne, mit der die Jugendorganisation der Sozialdemokraten GroKo-Gegner dazu aufruft, der Partei beizutreten. Vor einer Regierungsbildung müssen die mehr als 440.000 SPD-Mitglieder einem Koalitionsvertrag zustimmen. So könnten neue Mitglieder beim Entscheid den Vertrag kurz vor dem Ziel noch ablehnen.

„Für uns beginnt die Arbeit erst jetzt“, sagte Kühnert nach dem Parteitag im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Sobald der Entwurf für den Koalitionsvertrag vorliegt, werden wir Jusos in ganz Deutschland Veranstaltungen machen und für unsere Position werben.“

Zahlreiche Beitritte in Bayern und Berlin

Der Sprecher der Parlamentarischen Linken der Bundestagsfraktion Matthias Miersch hat sich unterdessen gegen Parteieintritte für die Teilnahme am Mitgliederentscheid ausgesprochen. „Probleme habe ich, wenn suggeriert wird: Tretet ein, und dann könnt ihr auch abstimmen, und dann könnt ihr wieder austreten“, sagte Miersch am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Parteimitgliedschaft heißt, sich zu Grundwerten zu bekennen, und das ist entscheidend.“

Die Hoheit über den Parteieintritt liegt bei den jeweiligen Ortsvereinen. Tatsächlich registrierten die Landesverbände nach dem knappen Beschluss vom Sonntag vermehrte Eintritte. In Nordrhein-Westfalen seien bis Dienstagmorgen mehr als 520 Aufnahmeanträge online eingegangen. In Bayern gab es im Laufe des Montags online 100 Neueintritte, in Berlin wurden 70 Aufnahmeanträge gestellt. Die Sprecherin der Berliner Landespartei vermutet, dass die Neumitglieder entweder über den Koalitionsvertrag mit abstimmen wollen oder die Entscheidung des Parteitags unterstützen wollen. Auch in Baden-Württemberg verzeichnete der SPD-Landesverband nach dem Parteitag einige Dutzend Neueintritte.

Von dpa/RND

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