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Kann Trump davonziehen? Wahlen in fünf US-Bundesstaaten

Wahlen Kann Trump davonziehen? Wahlen in fünf US-Bundesstaaten

Wieder stehen wichtige Entscheidungen im US-Wahlkampf an. Bei den Republikanern geht es in Florida und Ohio um Alles oder Nichts. Steigen weitere Kandidaten aus?

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Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump spricht während einer Wahlkampverantsaltung in Tampa im US-Bundesstaat Florida.

Quelle: Jim Lo Scalzu

Washington. Es ist ein Tag möglicherweise entscheidender Weichenstellungen: Bei Wahlen in fünf US-Bundesstaaten entscheidet sich am Dienstag, ob der umstrittene republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump davonziehen kann.

Wenn nicht, wird das Rennen wohl bis zum Parteitag im Juli offenbleiben. Bei den Demokraten fordert Bernie Sanders die lange führende Hillary Clinton aufs Neue heraus.

Besonders wichtig sind die Wahlen in Florida und Ohio. Die Republikaner fällen dort Alles-oder-Nichts-Entscheidungen. Der Sieger bekommt dort jeweils alle zu vergebenden Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli. Gewönne Trump beide Staaten, wäre das ein großer Schritt Richtung Kandidatur.

Ohio ist der Heimatstaat von Gouverneur und Bewerber John Kasich, Florida der von Senator und Konkurrent Marco Rubio. Wer seinen Staat nicht gewinnt, wird wohl aus dem Rennen aussteigen. In Ohio führt Kasich nach Umfragen hauchdünn vor Trump. In Florida liegt der Quereinsteiger dagegen klar vor Rubio.

Gewählt wird auch in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Illinois, Missouri und North Carolina. Ergebnisse werden zu deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch erwartet.

Die Republikaner wählten im US-Außengebiet Marianen. Dort gewann Trump, es ging um neun Delegierte. Da im Alles-oder-Nichts-Verfahren gewählt wurde, konnte Trump alle auf sich vereinen.

Der umstrittene Milliardär sagte dem Sender NBC, er bekomme immer mehr Unterstützung führender Republikaner. "Viele Menschen rufen mich an, weil sie sehen, was passiert." Wer Kontakt aufgenommen habe, wolle er allerdings nicht sagen. Zahlreiche Konservative machen seit Wochen massiv Stimmung gegen den 69-Jährigen. Sie wollen ihn als Kandidaten verhindern.

Bei den Demokraten war die Frage, ob sich Clinton deutlich von ihrem Konkurrenten Sanders absetzen kann oder ob er ihr neue Niederlagen zufügt. In Florida und North Carolina sahen Umfragen die Ex-Außenministerin vorne. In Ohio schrumpfte ihr Abstand zuletzt. In Illinois und Missouri deuteten sich knappe Entscheidungen an.

In der vergangenen Woche hatte Sanders überraschend in Michigan gewonnen. Die 68-Jährige hat nach wie vor Probleme bei jüngeren Wählern. Sanders konzentrierte sich in den vergangenen Tagen verstärkt und erfolgreich darauf, Clinton für ihre Unterstützung mehrerer internationaler Handelsabkommen zu kritisierten.

Illinois, Missouri, Ohio und Michigan liegen allesamt im Mittleren Westen der USA. Sie gehören teilweise zum sogenannten Rust Belt (Rostgürtel), einer Region, die durch Schwerindustrie geprägt ist. Dort haben sich wirtschaftlichen Veränderungen besonders auf die Mittelklasse ausgewirkt. Sanders setzt auf diese Wählerschaft.

Clinton hat bislang 14 Vorwahlen gewonnen, Sanders 9. Trump entschied 16 Abstimmungen für sich, sein schärfster Konkurrent Ted Cruz 7. Rubio gewann 3, Kasich keine.

dpa

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