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Konfliktparteien im Kita-Tarifstreit wieder gesprächsbereit

Tarife Konfliktparteien im Kita-Tarifstreit wieder gesprächsbereit

Im festgefahrenen Tarifstreit um mehr Geld für Erzieher und Sozialarbeiter sind neue Gespräche von Arbeitgebern und Gewerkschaften in Sicht. Der genaue Termin in der kommenden Woche steht aber noch nicht fest.

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In Frankfurt am Main beteiligen sich mehr als 15.000 Menschen an einer Verdi-Demonstration.

Quelle: Boris Roessler/dpa

Frankfurt/Main. Auch ob es eine neue Verhandlungsrunde geben wird, war am Abend noch unklar. Verdi-Chef Frank Bsirske teilte in Frankfurt mit, die Spitze der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) Montag zu einem Gespräch in Berlin eingeladen zu haben. Der Streik werde aber nicht ausgesetzt, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Die Arbeitgeberseite gab wiederum bekannt, am Dienstag mit den beteiligten Gewerkschaften Verhandlungen in Frankfurt führen zu wollen. Dabei werde auch ein Angebot präsentiert, kündigte VKA-Präsident Thomas Böhle an. Ein Vorschlagspapier mit Verbesserungen bei Eingruppierungen sei zu einem formalen Angebot erhoben worden. Von den Verbesserungen würde nach Böhles Worten rund die Hälfte der Erzieher profitieren. Erzieher mit besonderen Aufgaben bekämen demnach bis zu 443 Euro mehr im Monat, Leiter von Kitas 448 Euro.

Verdi-Sprecher Christoph Schmitz sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Vorschläge seien ein Zwischenstand, der weitere Gespräche ermögliche. Eine Grundlage, um den Streik in den Kitas auszusetzen, seien sie aber nicht. Die VKA-Vorschläge würden nur die Situation eines sehr kleinen Teils der Beschäftigten verbessern.

Bei Kundgebungen in Frankfurt und Hamburg demonstrierten rund 30 000 Streikende für mehr Geld und Anerkennung. Insgesamt beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 50 000 Erzieher und Sozialarbeiter an den Arbeitsniederlegungen. Der unbefristete Streik läuft bereits seit dem 8. Mai. Dazu haben neben Verdi auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Deutsche Beamtenbund dbb aufgerufen. Sie fordern eine höhere Eingruppierung der bundesweit rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter, die laut Verdi zu Einkommensverbesserungen von im Schnitt zehn Prozent führen würde.

dpa

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