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Nachrichten Politik Kultusminister wollen sich mehr um "Überflieger" kümmern
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21:34 11.06.2015
Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth spricht zu Journalisten. Quelle: Arno Burgi/Archiv
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Berlin

n.

Die amtierende KMK-Präsidentin, Sachsens Ressortchefin Brunhild Kurth (CDU), tritt schon länger für die Belange begabter Schüler ein. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Eine gute Schule fördert die benachteiligten Kinder, lässt aber auch die Talente nicht verkümmern" - auch dies sei eine Frage von Bildungsgerechtigkeit.

Das beim KMK-Treffen verabschiedete, der dpa vorliegende Papier verweist auf ernüchternde Ergebnisse von Bildungsstudien: Ein Blick auf den vergleichsweise geringen Anteil von Schülerinnen und Schülern auf den beiden oberen Kompetenzstufen der Pisa-Studien sowohl im Bereich der Naturwissenschaften/Mathematik als auch in Deutsch und Englisch zeige, dass eine bessere Förderung leistungsstarker Kinder und Jugendlicher notwendig sei.

"Absolut richtig, notwendig und eigentlich schon lange überfällig" nannte der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, die KMK-Pläne. Die Bildungspolitik habe "einen einseitigen Schwerpunkt auf die Förderung Leistungsschwächerer gelegt, während die Förderung von Spitzenbegabungen systematisch vernachlässigt" worden sei.

Meidinger forderte: "Jede Schule in jedem Bundesland braucht ein am Gesamtunterrichtsvolumen orientiertes Zusatzbudget von Unterrichtsstunden für eine breite Begabtenförderung." Das Problem sei derzeit, "dass Begabtenförderung zu oft nur nach Kassenlage ermöglicht wird."

Außerdem behandelte die KMK am Donnerstag das Thema Abitur. So soll ein Pool von Abiturprüfungsaufgaben entwickelt und ab 2017 von möglichst allen Ländern genutzt werden. "Wir müssen zu Vergleichbarkeit kommen", sagte Kurth der dpa. Denn der Notenschnitt spiele eine wichtige Rolle bei der Studienplatzvergabe.

Bayerns Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU) will als Sprecher der Kultusminister der unionsgeführten Länder - also auch Sachsen und Hessen - eine Qualitätssicherung des Abiturs dauerhaft in einem Staatsvertrag verankern. "Ein Staatsvertrag hat die höchste Bindewirkung", erklärte Spaenle den Vorstoß vor der KMK-Sitzung. Es gehe bei Abschlussprüfungen darum, "dass die Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler in den deutschen Ländern erwerben, vergleichbar sind".

Die Vergleichbarkeit des Abiturs in den Ländern war zuletzt ins Gerede geraten - unter anderem durch Statistiken, wonach die Quote der Top-Noten mit einer Eins vor dem Komma in Thüringen mehr als doppelt so hoch ist wie in Niedersachsen. Spaenle: "Vergleichbare Prüfungen führen zu mehr Übereinstimmung in den Lehr- und Bildungsplänen und erleichtern so auch die Mobilität von Familien, die mit ihren Kindern von einem Bundesland in ein anderes umziehen."

dpa

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