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Kurdische Einheiten vertreiben IS aus Kobane

Konflikte Kurdische Einheiten vertreiben IS aus Kobane

Kobane (dpa) - Nach dem Überraschungsangriff der Terrormiliz IS haben kurdische Einheiten die nordsyrische Stadt Kobane wieder komplett unter ihre Kontrolle gebracht.

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Während der Gefechte der vergangenen Tage sollen 174 Zivilisten getötet worden sein.

Quelle: Stringer

Die Gefechte hätten aufgehört, die Dschihadisten seien entweder getötet worden oder aus der Stadt geflohen.

Das sagte ein Sprecher der kurdischen Kämpfer. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren während der Gefechte der vergangenen Tage mindestens 206 Zivilisten getötet worden.

Die IS-Miliz hatte die Ortschaft an der türkischen Grenze am Donnerstag überfallen. Erst Ende Januar hatten die Kurden Kobane nach monatelangen Kämpfen mit Hilfe von Luftschlägen der von den USA geleiteten Allianz befreit.

Der erneute IS-Angriff erfolgte nur wenige Tage, nachdem die sunnitischen Extremisten im Norden Syriens schwere Niederlagen gegen die Kurden einstecken mussten. Damit kontrollieren diese nun ein zusammenhängendes Gebiet in Nordsyrien, das sich über Hunderte Kilometer entlang der Grenze zur Türkei erstreckt.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan machte deutlich, dass sein Land einen möglichen Kurdenstaat in Syrien nicht dulden würde. "Wir werden die Gründung eines Staates im Norden Syriens, im Süden von uns, niemals erlauben", sagte Erdogan nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu am Freitagabend in Istanbul. "Bei diesem Thema werden wir unseren Kampf um jeden Preis fortsetzen."

Erdogan fügte hinzu: "Wir werden nicht dabei zusehen, wie die Demographie in der Region verändert wird." Vorwürfe, die Türkei unterstütze die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), wies er erneut zurück.

Die türkische Regierung fürchtet, dass die Kurden in Syrien einen eigenen Staat ausrufen und damit auch die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden im eigenen Land anheizen könnten. Die kurdischen Volksschutzeinheiten in Syrien (YPG) sind eng mit der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden.

dpa

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