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Leibarzt attestiert Trump "glänzende körperliche Verfassung"

Wahlen Leibarzt attestiert Trump "glänzende körperliche Verfassung"

Die Gesundheit der Präsidentschaftskandidaten ist in den USA ein großes Thema. Donald Trump veröffentlichte nun seine Cholesterinwerte und seinen Blutdruck. Medizinisch eher unsinnig - aber ein Spektakel.

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Nach Hillary Clinton hat nun auch ihr Gegenkandidat Donald Trump seine Gesundheitsakte geöffnet.

Quelle: Jim Lo Scalzo

Washington. Der US-Medienzirkus um den Gesundheitszustand der Präsidentschaftskandidaten geht weiter: Nach Hillary Clinton hat am Donnerstag auch ihr Gegenkandidat Donald Trump seine Gesundheitsakte geöffnet.

Wenig überraschend attestiert sein langjähriger Arzt Harold Bornstein dem 70-Jährigen, in "glänzender körperlicher Verfassung" zu sein.

Trump rauche nicht und trinke keinen Alkohol, habe einen leicht erhöhten Blutfettwert und sei mit 107 Kilogramm bei 1,90 Meter Körpergröße ein bisschen zu dick, heißt es in dem Brief, der der "Washington Post" am Donnerstag vorlag.

Insgesamt sei er aber völlig gesund. Er nehme ein paar Mittelchen gegen erhöhte Cholesterinwerte und vorsichtshalber eine niedrige Dosis Aspirin. Der Brief verschweigt mögliche Gesundheitsprobleme in der Vergangenheit und ist nur ein Ausschnitt aus der Gesundheitsakte.

In der am Donnerstag ausgestrahlten Fernseh-Talkshow des TV-Arztes "Dr Oz" erklärte Trump, er sei gesund. Das sei auch die Verpflichtung eines Präsidentschaftskandidaten. Der Wahlkampf, bei dem er viel auf der Bühne stehen und gestikulieren müsse, halte ihn fit, obwohl er nicht speziell Sport treibe. "Ich fühle mich so gut, wie ich mich mit 30 fühlte", sagte Trump. Im Krankenhaus sei er nur ein einziges Mal gewesen - für eine Blinddarmoperation im Alter von elf Jahren.

Bornstein, eine schillernde Figur unter New Yorks Medizinern, hatte Trump in einem umstrittenen Brief bereits zuvor attestiert, der republikanische Kandidat wäre der "gesündeste Kandidat, der jemals in das Präsidentenamt gewählt werde". Später räumte Bornstein ein, diesen Brief habe er in nur fünf Minuten geschrieben, während vor der Praxistür Trump-Vertraute warteten.

Zuvor hatte die Gesundheit von Hillary Clinton für Furore gesorgt. Sie hatte sich nach Angaben ihres Arztes eine leichte Lungenentzündung zugezogen. Bilder aus New York, als ihr am Wochenende bei den Gedenkfeiern für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 die Beine versagten, lösten Spekulationen um den Zustand der 68-Jährigen aus. Clinton setzte bereits am Donnerstag ihre Wahlkampftour fort.

dpa

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