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Luftangriffe in Syrien: Türkei kämpft mit gegen den IS

Konflikte Luftangriffe in Syrien: Türkei kämpft mit gegen den IS

Die Türkei hat lange gezögert. Kritiker warfen der islamisch-konservativen Regierung vor, den Feldzug der Terrormiliz IS zu dulden und indirekt zu unterstützen. Nun hat sich Ankara dem US-geführten Bündnis mit Luftangriffen angeschlossen.

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Eine Lockheed Martin F-16 der türkischen Luftwaffe.

Quelle: Wolfgang Kumm/Archiv

Istanbul. Kurswechsel in Ankara: Die Türkei hat sich mit ersten Luftangriffen am Kampf des internationalen Bündnisses gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beteiligt.

Die Luftwaffe habe in der Nacht zum Freitag in Syrien Einsätze als Teil der von den USA angeführten Militärallianz geflogen, teilte das Außenministerium am Samstag mit. Die Terrormiliz bedrohe die Sicherheit der Türkei. Der IS hat im Irak und in Syrien große Gebiete erobert und dort ein Kalifat ausgerufen.

Nach einem dem IS zugeschriebenen schweren Anschlag im südtürkischen Suruc am 20. Juli hatte die türkische Luftwaffe schon einmal Angriffe auf die Terrormiliz in Syrien geflogen. Danach hatte sie aber zunächst deutlich häufiger Stellungen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) angegriffen. Die PKK verschärfte deshalb ihrerseits ihre Anschläge auf türkische Sicherheitskräfte. Der syrische Ableger der PKK - die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) - kämpft in Nordsyrien gegen den IS. Die PKK wird von der Türkei und ihren Verbündeten als Terrororganisation eingestuft.

Nach zähen Verhandlungen hatte das Nato-Land Türkei den USA dann kürzlich die Nutzung des Luftwaffenstützpunktes Incirlik erlaubt. Damit verkürzen sich die Flugzeiten der US-Kampfjets deutlich, die IS-Ziele in Syrien angreifen.

Kritiker warfen der islamisch-konservativen Regierung der Türkei vor, unter dem Deckmantel der Bekämpfung des IS vor allem gegen die PKK vorzugehen. Zuvor war immer wieder kritisiert worden, dass die Türkei eine Behandlung verletzter IS-Kämpfer in türkischen Krankenhäusern erlaube und die Durchreise von IS-Anhängern aus dem Ausland nach Syrien nicht stoppe.

dpa

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