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Politik Maduro attackiert Trump wegen Invasionsplänen
Nachrichten Politik Maduro attackiert Trump wegen Invasionsplänen
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13:46 05.07.2018
Wirft den USA vor, den Umsturz vorzubereiten: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro.
Caracas

Mutmaßliche Planspiele von US-Präsident Donald Trump für eine Invasion in Venezuela haben scharfe Kritik von Staatschef Nicolás Maduro nach sich gezogen. Die US-Regierung verfolge eine „kriminelle Vision der Vorherrschaft“, sagte Maduro am Mittwoch bei einer Militär-Zeremonie. Damit reagierte er auf einen Bericht der Nachrichtenagentur AP, wonach Trump über Monate hinweg mehrmals bei Mitarbeitern und Staatenlenkern in der Region für eine Invasion in Venezuela geworben haben soll.

Berater wollten Trump Idee ausreden

Einem Insider im Weißen Haus zufolge soll der US-Präsident bei einem Treffen im Oval Office im August 2017 konkret gefragt haben, warum man nicht einfach in das südamerikanische Land einmarschieren könne, da es doch in Auflösung begriffen sei und die regionale Sicherheit bedrohe. Seine Berater hätten versucht, ihm die Idee auszureden. Doch habe Trump daran festgehalten und eine Invasion in Venezuela am Rande der UN-Vollversammlung im September bei einem privaten Abendessen mit Staatschefs vier verbündeter lateinamerikanischer Staaten trotz der Warnungen seiner Mitarbeiter erneut thematisiert.

Unter Verweis auf den Bericht bekräftigte Maduro sein seit langem angeführtes Argument, wonach die USA den militärischen Umsturz vorbereiteten und es auf die großen Ölreserven Venezuelas abgesehen hätten. Die venezolanischen Streitkräfte müssten daher wachsam sein, mahnte er, und erklärte zugleich: „Eine militärische Intervention aufseiten des US-Imperiums wird Venezuelas Probleme nie lösen.“

Von dpa/RND