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Politik „Man kannte das Risiko“
Nachrichten Politik „Man kannte das Risiko“
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21:17 15.11.2015
Trauer in Paris: Mehr als 130 Menschen sind gestorben. Quelle: EPA
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Paris

Was Frankreich im Januar erleben musste, galt bislang als schlimmste Ausprägung des Terrors. Die Angriffe auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt durch hasserfüllte Islamisten trafen das Land tief. Von einem „französischen 11. September“ war die Rede. Nun hat das Entsetzen nochmals eine Steigerung erreicht. Nicht nur sind das Ausmaß mit mehreren Parallelaktionen durch Selbstmordattentäter an verschiedenen Orten in Paris und die Zahlen der Opfer noch größer.Auch erschüttert das Gefühl, dass die Gefahr allgegenwärtig ist und man ihr hilflos ausgeliefert ist. Hilflos scheinen nicht nur die Menschen, sondern auch die Politiker.

Denn man kannte das Risiko. Durch sein militärisches Engagement in islamischen Ländern wie Syrien, Mali und Libyen ist das Land besonders exponiert; auch zählt kein anderer EU-Staat so viele junge Männer, die sich den IS-Terroristen anschließen. Oftmals in den sozial vernachlässigten Banlieues aufgewachsen, entwickeln sie einen unkontrollierbaren Hass auf das Land, in dem sie leben und das sie von innen zu bekämpfen entschlossen sind. So war es zumindest bei den Attentätern vom Januar, während die Identität der Urheber der Terrorserie noch nicht geklärt ist.

Auch hat die Politik versucht zu reagieren. Seit Monaten herrscht dauerhaft die höchste Sicherheitsstufe. Die damals beschlossene Personalaufstockung von Geheimdiensten, Polizei und Justiz ist im Gang. Ein neues Sicherheitsgesetz gewährt den Geheimdiensten weitreichende Überwachungsmöglichkeiten, potenzielle IS-Anhänger können von der Ausreise gehindert werden. Tatsächlich wurden mehrere Attentate verhindert. Aber warum gelang es diesmal nicht?

Frankreich stehen schmerzhafte Diskussionen bevor. Im Januar zeigte es sich entschlossen, gestärkt und sogar geeint aus dem Angriff hervorzugehen. Aber schnell zeigten sich die tiefen Spaltungen der Gesellschaft. Sie zu überwinden ist eine riesige Herausforderung. Und die Unterstützung des deutschen Nachbarn und Partners dabei sicherlich hilfreich, wichtig, notwendig.

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Von Birgit Holzer

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