Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Mehrheit der Berliner lehnt Tempelhof-Bebauung ab
Nachrichten Politik Mehrheit der Berliner lehnt Tempelhof-Bebauung ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:46 25.05.2014
Eine gläserne «Wahlurne» steht auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Quelle: Stephanie Pilick
Anzeige
Berlin

Wie die Landeswahlleitung mitteilte, setzte sich der Gesetzentwurf der Bürgerinitiative "100% Tempelhofer Feld" nach Auszählung von knapp gut 93 Prozent der Stimmen deutlich mit 64,4 Prozent durch. Er wird nun Gesetz. Auch die Wahlbeteiligung war dafür hoch genug. Den Gesetzentwurf des Abgeordnetenhauses für die Bebauung, über den ebenfalls abgestimmt wurde, lehnten 59,4 Prozent ab.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) kündigte an, nun an anderen Orten Wohnungen zu bauen. "Der Volksentscheid zum Tempelhofer Feld hat ein klares Ergebnis, das akzeptiert werden muss", erklärte er am Sonntagabend. Der Bürgerwille gelte und dürfe nicht infrage gestellt werden. "Alle anderen Planungen sind einzustellen."

Das Gelände hat sich zu einem beliebten innerstädtischen Freizeittreff entwickelt und wird von vielen Berlinern genutzt. Die rot-schwarze Landesregierung wollte an drei Rändern des Feldes Gebäude zum Wohnen und für gewerbliche Nutzung errichten lassen.

Initiator Felix Herzog sagte: "Das ist ein deutliches Signal, dass jetzt vier, fünf Jahre Schluss sein muss mit der Diskussion." Die große Koalition in Berlin habe eigentlich keine Berechtigung mehr.

Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) sagte im RBB, das Ergebnis sei eine bittere Niederlage. Er bedauerte die vergebene Chance, 4700 dringend benötigte städtische Wohnungen auch für Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen bauen zu können.

Auf dem Tempelhofer Feld feierten Bebauungsgegner ihren Sieg mit Feuerwerk, lautem Jubel und Fahrradgeklingel. Das Interesse an der Abstimmung, die parallel zur Europawahl lief, war unerwartet hoch. In manchen Wahllokalen musste man bis zu einer Stunde warten, weil die Stimmzettel ausgegangen waren.

dpa

US-Präsident Barack Obama hat sich bei einem überraschenden Afghanistan-Besuch bei seinen Truppen für deren "außergewöhnlichen" Einsatz bedankt. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass es nach der Wahl eines neuen afghanischen Präsidenten im Juni rasch zur Unterzeichnung eines Sicherheitsabkommens kommt.

25.05.2014

Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) erwägt bei der umstrittenen Pkw-Maut eine Staffelung je nach Umweltbelastung der Autos. Einen "Focus"-Bericht, nach dem mit sechs Öko-Stufen eine Mehrbelastungen für deutsche Autofahrer verhindert werden soll, wies das Ministerium aber zurück.

25.05.2014

Der prowestliche Milliardär Pjotr Poroschenko hat in der Ukraine laut Prognosen die von Gewalt überschattete Präsidentenwahl gewonnen. Bei Auseinandersetzungen in den russisch geprägten Gebieten im Osten kamen auch am Wahltag mehrere Menschen ums Leben.

25.05.2014
Anzeige