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Politik Mehrheit der Briten will aus der EU
Nachrichten Politik Mehrheit der Briten will aus der EU
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12:38 24.11.2015
Die Flaggen von Großbritannien und der EU. Die Mehrheit der Briten befürwortet einen Austritt aus der Union. Quelle: Federico Gambarini
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London

Die Mehrheit der Briten befürwortet laut einer Umfrage der Zeitung "The Independent" (London) einen Austritt aus der EU. 52 Prozent plädieren für den "Brexit", nur 48 Prozent wollen in der Gemeinschaft bleiben.

Damit unterstütze erstmals bei den monatlichen Umfragen des Blattes eine Mehrheit den Austritt, schreibt der "Independent". Premierminister David Cameron könnte bereits nächstes Jahr ein Referendum über Austritt oder Verbleib der Briten in der EU ansetzen.

Möglicherweise reagierten die Befragten auf die Terrorangriffe von Paris sowie auf die Flüchtlingskrise, meinte der "Independent" in seiner heutigen Ausgabe. Allerdings sei die Unterstützung für einen Verbleib in der EU bereits im Oktober geringer geworden. Noch bis September hätten 55 Prozent in der Gemeinschaft bleiben, nur 45 Prozent gehen wollen. Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge vergangenen Mittwoch und Donnerstag 2000 Briten befragt.

Die höchste Zustimmung zur EU gibt es mit 60 Prozent in Schottland. Britische Medien spekulieren bereits, sollte Großbritannien tatsächlich aus der EU austreten, werde sich Schottland von London loslösen.

Cameron hat eine solche Abstimmung über den Verbleib in der EU bis spätestens Ende 2017 versprochen. Doch ein früherer Urnengang gilt als durchaus möglich. Auch in Brüssel wird die Gefahr eines Austritts mittlerweile ernst genommen.

Für einen Verbleib stellt Cameron weitreichende Bedingungen und verlangt von der Gemeinschaft Reformen. So dürften Nicht-Euro-Länder wie Großbritannien gegenüber der Euro-Gruppe nicht benachteiligt werden. London müsse das Recht erhalten, sich vom Ziel einer immer engeren Gemeinschaft zu verabschieden. Dies müsse London "verbindlich und umumstößlich" garantiert werden, forderte Cameron kürzlich. Falls die Forderungen nicht erfüllt würden, müsse London über seinen Platz in der EU nachdenken.

dpa

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