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Politik Merkel gibt Youtube-Star LeFloid Interview
Nachrichten Politik Merkel gibt Youtube-Star LeFloid Interview
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16:40 07.07.2015
Bekommt ein Interview mit der Kanzlerin: Youtube-Star Florian Mundt alias LeFloid. Quelle: Britta Pedersen/Archiv
Berlin

Die Fragen, die Mundt am Freitag stellen wird, kommen von seinen Nutzern.

Unter dem Hashtag #NetzfragtMerkel können sie dem YouTuber Fragen schicken, aus denen er dann auswählt. Eine Vorauswahl von Kanzlerin Merkel solle es nicht geben, sagte ein Regierungssprecher.

Mundt gehört zu den Star-YouTubern in Deutschland. Sein Hauptkanal hat über 2,6 Millionen Abonnenten. Zweimal wöchentlich veröffentlicht er dort Videos, in denen er Nachrichten präsentiert und kommentiert. Mit dem Untertitel "Action News. Aber hart!" geht es um politisches Weltgeschehen, Wissenschaft, Schule, Kuriositäten und Popkultur. Von den Werbeeinnahmen kann der 27-Jährige mittlerweile leben.

"LeFloid schafft es wie kaum ein anderer deutscher YouTuber, mit seinem jungen Publikum auch über politische Sachverhalte zu diskutieren", sagte ein Regierungssprecher zu den Gründen, warum ausgerechnet Mundt das Interview führen soll. Er zähle zu den bekanntesten Vertretern einer jungen Generation, die ihre Informationen zunehmend im Netz suchten.

Unter seinem Ankündigungsvideo gibt es nach 20 Stunden schon über 15 000 Kommentare. Die Nutzer wünschen sich etwa Antworten auf Fragen nach der Legalisierung von Cannabis, der Indizierung von Videospielen, der Gleichstellung der Homo-Ehe oder dem Freihandelsabkommen TTIP. Ein Nutzer möchte wissen: "Wie oft und bei welchen Themen sind Sie als Kanzlerin ratlos und haben keine Ahnung was zu tun ist?" Auf Twitter liefen unter dem Hashtag ebenfalls zahlreiche Fragen ein - zum Beispiel auch dazu, ob die Kanzlerin mit YouTube überhaupt etwas anfangen könne.

Nach Angaben des Regierungssprechers ist es das erste Mal, dass Merkel von einem YouTuber interviewt wird. Das Gespräch soll am Freitag aufgezeichnet und am Montag auf YouTube gestellt werden. Eine halbe Stunde nimmt sich die Kanzlerin dafür Zeit.

dpa

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