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Merkel will Vermietern überbelegter Häuser Druck machen

Gesellschaft Merkel will Vermietern überbelegter Häuser Druck machen

Dutzende Menschen zusammengepfercht in einer kleinen Wohnung: In solchen "Problemhäusern" wohnen meist arme Zuwanderer aus Südost-Europa unter unwürdigen Bedingungen. Kanzlerin Merkel will den Vermietern ihr zweifelhaftes Geschäftsmodell zerstören.

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Bundeskanzlerin Merkel: Im Rahmen ihres Bürgerdialogs unter dem Motto «Gut leben in Deutschland» diskutiert sie mit Vertretern von Stadt, Verbänden und einer Bürgerinitiativein NRW.

Quelle: Federico Gambarini

Duisburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Druck auf die Vermieter dramatisch überbelegter und vermüllter Schrotthäuser machen und besser über die Hintermänner der Immobiliengeschäfte aufklären.

"Menschen werden praktisch wie Ware behandelt und ausgebeutet", sagte sie bei einer Diskussion mit Bürgern des Problemviertels Duisburg-Marxloh. Es müsse transparent werden, wer diese Häuser zur Verfügung stelle. Die Frage sei: "Was können wir tun, um den Leuten das Geschäftsmodell zu zerstören?" Die Bundesregierung werde prüfen, ob es Gesetzeslücken gebe, versprach Merkel.

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Blick auf das Hotel «Montan» in Duisburg-Marxloh, wo die Diskussionsveranstaltung mit Kanzlerin Merkel stattfindet.

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Allein in Marxloh leben mehr als 1000 Zuwanderer - etwa aus Rumänien - zeitweise zusammengepfercht auf engstem Raum. Im Bürgerdialog unter dem Titel "Gut leben in Deutschland" berichteten mehrere Teilnehmer von Müllbergen vor völlig überfüllten Mietshäusern. Das Stadtviertel Marxloh war zuletzt wegen Straßenkriminalität und gewalttätigen Ausschreitungen gegen die Polizei in die Schlagzeilen geraten.

Merkel sieht die Herkunftsländer stärker in der Verantwortung, diese Zuwanderung aus Armutsgründen einzudämmen. Eine gute Seite der europäische Integration sei zwar die Freizügigkeit, sagte sie. "Aber wir haben keine Sozialunion." Es sei beispielsweise nicht machbar, dass Deutschland automatisch jeden Kranken versichere, der ins Land komme und nicht arbeite. Es dürfe nicht die Botschaft gelten: "Jeder darf kommen."

Um die Probleme als Ganzes anzugehen, müsse mit den Verantwortlichen in Herkunftsländern wie Bulgarien und Rumänien darüber gesprochen werden, was "zu Hause schief läuft".

dpa

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