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Politik Michelle Obama – die First Lady der Herzen
Nachrichten Politik Michelle Obama – die First Lady der Herzen
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12:59 27.02.2018
Äußerst lebendige Verkörperung des anderen Amerika: Michelle Obama, ehemalige First Lady der USA. Quelle: AP
Washington

Geht es nur ums Geldverdienen? Oder ist es ein Aufbäumen gegen einen Politikstil, den viele Amerikaner für unerträglich halten? Michelle Obama startet eine Werbekampagne, die eher an einen Wahlkampf erinnert. In den kommenden Wochen und Monaten tingelt die 54-Jährige kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten, um die Veröffentlichung ihres Buches „Becoming“ vorzubereiten. Es gibt Verabredungen mit mehreren Talk-Shows, Vorträge an Universitäten und diverse Interview-Termine. Die Zeit der Zurückhaltung, die sich die Obamas unmittelbar nach ihrem Abschied aus dem Weißen Haus selbst auferlegt hatten, ist offenbar vorbei.

Einen Vorgeschmack auf die Kampagne bekamen kürzlich die Zuschauer der „Ellen DeGeneres Show“: Ungezwungen, fast heiter plauderte die Topjuristin über ihr früheres Leben in der Regierungszentrale. Schon mit wenigen Bemerkungen stellte sie vor laufender Kamera klar, dass die USA im vergangenen Jahr mehr als einen Politikwechsel erlebte. Es war ein Kulturbruch.

Tatsächlich herrscht bei vielen Amerikanern – parteiübergreifend – die Meinung vor, dass das 44. Präsidentenpaar die achtjährige Amtszeit skandalfrei absolvierte. Egal, ob sie den Entscheidungen des damaligen Staatsoberhauptes zustimmten oder nicht, zollt die breite Mehrheit der US-Bürger den Obamas hohen Respekt. Mehr noch: Das Ehepaar gilt als Trendsetter, zumal es trotz der Bürde des Amtes stets eine gewisse Lässigkeit an den Tag legte und sich seinen Sinn für Humor bewahrte.

Der Kontrast könnte kaum größer sein: Mehr als ein Dutzend Frauen erheben den Vorwurf, Trump habe sie in früheren Jahren belästigt und sexuell bedrängt. Für Schlagzeilen sorgt zudem ein Schweigegeld in Höhe von 130.000 Dollar, das Trumps Anwalt an eine Porno-Darstellerin zahlte, damit sie öffentlich nicht über eine frühere Affäre mit dem Geschäftsmann erzählt. So mancher Beobachter erinnert sich angesichts dieser Berichte an eine Kernaussage von Michelle Obama: „When they go low, we go high“ (sinngemäß übersetzt: Wenn sich die anderen nicht benehmen können, antworten wir mit Anstand).

Spätestens seit ihrer Wutrede gegen Trump im Herbst 2016 fragen sich viele US-Demokraten, ob Michelle Obama nicht auch für ein politisches Amt geeignet wäre. Die Rechtswissenschaftlerin, die Studienabschlüsse von zwei Eliteuniversitäten vorweisen kann, besitzt unstrittig eine rhetorische Begabung, die selbst erfahrene Politiker staunen lässt.

Ob sich ihre Talente auch in ihrem neuen Buch widerspiegeln, muss sich erst noch zeigen. Gewiss aber hat die Mutter zweier Töchter eine faszinierende Lebensgeschichte zu erzählen: Als Abkömmling früherer Sklaven wuchs die Afroamerikanerin in einfachen Verhältnissen in Chicago auf. Sie absolvierte ihre Studiengänge mit Bravour, besetzte Karriereposten lange bevor ihr Ehemann in der Politik Fuß fasste, und fand während ihrer Zeit als First Lady zu einer ganz eigenen Aganda.

Wie hoch die Erwartungen in ihre Memoiren sind, zeigt nicht zuletzt das Honorar, das ihre Rechtsanwälte für sie und ihren Mann mit dem Verlag Penguin Random House vereinbart haben sollen – mehr als 50 Millionen Euro.

Gegenüber der Moderatorin Ellen DeGeneres gibt sich Obama dagegen eher zurückhaltend: „In dem Buch erzähle ich über meine Wurzeln und darüber, wie ein Mädchen aus der South Side von Chicago ihre Stimme fand.“ Sie wünscht sich, sagt Obama, dass ihre Geschichte die Leser inspiriert, den eigenen Wünschen nachzustreben.

Von Stefan Koch/RND

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