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NRW öffnet die Wahllokale - rege Beteiligung

Landtagswahl NRW öffnet die Wahllokale - rege Beteiligung

In Nordrhein-Westfalen hat die Landtagswahl begonnen. Um 8 Uhr öffneten im ganzen Land die Wahllokale. Rund 13,1 Millionen Bürger sind bis um 18 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Schon am Vormittag zeichnete sich eine rege Beteiligung ab.

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Schon früh an der Wahlurne: CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet hat seine Stimme bereits abgegeben.

Quelle: dpa

Düsseldorf. In Dortmund beispielsweise hatten um 10 Uhr schon mehr als 13 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, drei Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. In Essen waren es nach Angaben des dortigen Wahlamtes 9,5 Prozent, gut ein Punkt mehr als 2012. Unter den Wählern sind auch etwa 840 000 Erstwähler. Sie können sich zwischen 31 Parteien entscheiden.

CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet hat bereits kurz nach Eröffnung der Wahllokale seine Stimme abgegeben. Begleitet wurde er am Morgen von seiner Frau Susanne und seinen beiden Söhnen. „Es gibt eine reale Chance, dass wir gewinnen können. Und jetzt entscheidet der Wähler“, gab sich Laschet nach der Stimmabgabe optimistisch – auch wenn das Ergebnis wahrscheinlich knapp werde. Samstagabend hatte Laschet nach eigenen Angaben noch Wahlkampf im Aachener Studentenviertel gemacht.

Laschet fordert zügige Regierungsbildung

Zur Möglichkeit einer Großen Koalition wollte sich der Politiker nicht äußern, sprach sich aber für eine zügige Regierungsbildung aus. Am Montag müsse die Arbeit für eine Regierung in Nordrhein-Westfalen beginnen. „Dieses Land kann sich nicht monatelang Hängepartien leisten, es stehen wichtige Entscheidungen an“, sagte Laschet.

Nach der Stimmabgabe wollte er nach Köln fahren zur Eröffnung der Renovabis-Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa im Dom.

Letzter Stimmungstest vor der Bundestagswahl

Die Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland ist der letzte politische Stimmungstest vor der Bundestagswahl im September. Nach zwei CDU-Siegen bei den Wahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein hoffen die Sozialdemokraten und ihr Kanzlerkandidat Martin Schulz auf eine Trendwende.

Erwartet wird ein enger Wahlausgang. In den letzten Meinungsumfragen lieferten sich die SPD von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und die oppositionelle CDU mit Spitzenkandidat Armin Laschet ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Rot-Grüne Regierungskoalition bricht ein

Nordrhein-Westfalen wird seit fünf Jahren von einer rot-grünen Koalition regiert. Diese hat aber in den Umfragen seit langem keine Mehrheit mehr. Chancen auf den Einzug in den Landtag haben neben SPD und CDU auch Grüne, FDP, Linke und die AfD.

Bislang sind fünf Parteien im Parlament in Düsseldorf vertreten. Stärkste Kraft wurde 2012 die SPD mit 39,1 Prozent, gefolgt von der CDU mit 26,3 Prozent. Die Grünen erhielten 11,3, die FDP 8,6 und die Piratenpartei 7,8 Prozent.

Von RND/dpa

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