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Nach Brexit-Votum: Fremdenhass in Großbritannien nimmt zu

Kriminalität Nach Brexit-Votum: Fremdenhass in Großbritannien nimmt zu

Seit der Brexit-Abstimmung hat die Anzahl fremdenfeindlicher Übergriffe und Pöbeleien in Großbritannien stark zugenommen. Die Polizei verzeichnete in der zweiten Junihälfte landesweit 3076 sogenannte Hassverbrechen - 42 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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Offizielle Kampagne gegen Zuwanderer: Das britische Innenministerium ließ im Sommer 2013 Wagen mit der Aufschrift "Illegal im United Kingdom? Geh nach Hause oder riskiere Arrest" fahren. Foto: British Home Office/Archiv

London. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Die meisten Vorfälle seien am 25. Juni gemeldet worden, zwei Tage, nachdem 52 Prozent der Briten für den Austritt aus der EU gestimmt hatten.

Zu dem Anstieg der Zahl der Anzeigen habe vermutlich auch ein gesteigertes Bewusstsein für solche Vorfälle in der Bevölkerung beigetragen. Zu Hassverbrechen gehören neben rassistischen motivierten Taten, die den Großteil ausmachen, auch Übergriffe wegen Religion, Geschlechts, Alters, sexueller Orientierung oder Behinderung.

Migration war eines der Hauptthemen der EU-Gegner vor dem Referendum. Nach der Abstimmung hatten sich Berichte gemehrt, denen zufolge Polen und Rumänen beschimpft wurden. Auch Deutsche berichteten von Anfeindungen.

In der Nacht zum Donnerstag hatten Unbekannte einen Schuppen neben dem Haus einer polnischen Familie bei Plymouth in Südengland angezündet. Die Polizei geht von rassistisch motivierter Brandstiftung aus. Am Tatort fand sich ein Zettel, der vor Angriffen warnte, falls die Familie nicht nach Polen gehe. Verletzt wurde niemand.

dpa

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