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Nach Dresdner OB-Wahl: SPD spricht CDU Großstadt-Kompetenz ab

Wahlen Nach Dresdner OB-Wahl: SPD spricht CDU Großstadt-Kompetenz ab

Die CDU-Schlappe bei der Oberbürgermeisterwahl in Dresden befeuert die Debatte über das Erscheinungsbild der Christdemokraten in Großstädten. Der baden-württembergische CDU-Chef Thomas Strobl sieht noch viel Nachholbedarf für seine Partei.

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Wahlplakate von Markus Ulbig (CDU) und Eva-Maria Stange (SPD).

Quelle: Arno Burgi/Archiv

Dresden/Berlin. i. "Schaut man auf die Chefsessel in den größten Städten Deutschlands, kann die Union natürlich nicht zufrieden sein. Es wäre aber falsch zu sagen, dass die CDU grundsätzlich nicht Großstadt kann", erklärte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende.

Bei der Wahl am Sonntag hatte der CDU-Kandidat, Sachsens Innenminister Markus Ulbig, nur 15,4 Prozent der Stimmen bekommen. Damit droht der Partei der Verlust ihres letzten OB-Postens in einer deutschen Großstadt mit mehr als 500 000 Einwohnern. Mit Ausnahme von Stuttgart (Fritz Kuhn/Grüne) werden derzeit die zehn größten deutschen Städte von Sozialdemokraten regiert. Dresden ist die elftgrößte Stadt.

"Offensichtlich ist es mit der Großstadt-Kompetenz der CDU nicht weit her", sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi in Berlin. Der ehemalige Hamburger CDU-Landeschef und Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg sagte im Deutschlandradio Kultur, die Union wisse nicht, ob sie eine moderne und liberale Stadtpartei sein solle. Es gebe auch eine Strömung, die das Konservative und Bürgerliche stärker betonen wolle.

Die Entscheidung wird ein zweiter Wahlgang am 5. Juli bringen. Die CDU strebt dafür ein Bündnis mit dem FDP-Politiker Dirk Hilbert an, der es als unabhängiger Kandidat mit 31,7 Prozent auf den zweiten Platz schaffte. Die rot-rot-grüne Kandidatin Eva-Maria Stange (SPD), Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, bekam genau 36 Prozent.

Die Kandidatin der islamkritischen Pegida, Tatjana Festerling, die gut 21 000 Stimmen (9,6 Prozent) erreicht hatte, zog sich am Montag aus dem Rennen zurück. Sie rief zur Unterstützung Hilberts auf. Pegida sei Teil des konservativ-bürgerlichen Lagers und müsse deshalb Opfer bringen, um Rot-Rot-Grün in Dresden zu verhindern.

dpa

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