Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Nach Übergriffen: Erster Verdächtiger in U-Haft

Kriminalität Nach Übergriffen: Erster Verdächtiger in U-Haft

Die Suche nach den mutmaßlichen Tätern aus der Kölner Silvesternacht ist mühsam, jetzt melden die Ermittler weitere Festnahmen.

Voriger Artikel
Tusk warnt vor hysterischer Polen-Debatte
Nächster Artikel
Ruhani: Iran wird Atomabkommen einhalten

In der Silvesternacht kam es zu zahlreichen Übergriffen auf Frauen rund um den Kölner Hauptbahnhof. Foto: Markus Böhm/Archiv

Köln. Nach den massiven Übergriffen auf Frauen in Köln sitzt erstmals ein Tatverdächtiger wegen einer Sexualstraftat in Untersuchungshaft.

Dem 26 Jahre alten Algerier werde vorgeworfen, aus einer Gruppe heraus ein Opfer sexuell genötigt und dabei ein Handy gestohlen zu haben, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Bislang kamen nur Männer in Untersuchungshaft, denen Diebstahl, Raub, Hehlerei oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in der Silvesternacht vorgeworfen wurde.

Der 26-Jährige habe sich allerdings noch nicht zu den Anschuldigungen geäußert, sagte Bremer. Er sei am Wochenende zusammen mit einem weiteren Algerier festgenommen worden, der ein Handy gestohlen haben soll. Beide Männer lebten in einer Flüchtlingsunterkunft in Kerpen.

Insgesamt nahm die Polizei am Wochenende nach eigenen Angaben drei Tatverdächtige aus der Silvesternacht fest. Neben den beiden Männern in Kerpen handele es sich bei dem dritten Mann um einen 25 Jahre alten algerischen Asylbewerber, der in Aachen kontrolliert worden sei und ein in Köln gestohlenes Handy bei sich getragen haben soll. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen 21 Beschuldigte. Mit den drei Festgenommenen vom Wochenende sitzen nun acht Verdächtige in U-Haft.

In der Kölner Silvesternacht hatten Männergruppen Frauen umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen. Unter den mutmaßlichen Tätern sollen viele Männer aus Nordafrika sein. Auch mehr als zwei Wochen nach den Übergriffen melden sich immer weitere Opfer bei den Ermittlern. Bis zum Montag waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft 766 Anzeigen eingegangen, rund die Hälfte betrafen Sexualdelikte. Darunter seien auch mindestens drei Anzeigen wegen Vergewaltigung, sagte Oberstaatsanwalt Bremer.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
96aa5038-87fc-11e7-a878-74bcfc034c6f
Was geschah auf der „Nautilus“?

Die Journalistin Kim Wall ist tot, ihre Leiche wurde in einer Bucht vor Kopenhagen gefunden. Der U-Boot-Bauer Peter Madsen sitzt in Untersuchungshaft. Was genau am 10. August auf der „Nautilus“ geschah, ist immer noch rätselhaft.

Welche Dreckecke ist die schlimmste in der Stadt Rathenow (Havelland)?

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr