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Politik Nahles rüffelt Gabriel für „Kampagne für sich selbst“
Nachrichten Politik Nahles rüffelt Gabriel für „Kampagne für sich selbst“
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16:00 16.02.2018
Andrea Nahles, Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und designierte SPD-Chefin. Quelle: imago stock&people
Berlin

Das Verhältnis der beiden gilt als belastet. In der Partei werden Gabriel auch nach dem Erfolg mit der Freilassung des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei nur geringe Chancen für ein Weitermachen eingeräumt. 

Nahles hatte unter dem damaligen SPD-Chef als Generalsekretärin manchen Konflikt mit Gabriel auszutragen. „Die Mitglieder der SPD haben die Faxen dicke von den ewigen Personaldebatten“, sagte Nahles dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Anders als Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dankte sie in ihrem schriftlichen Statement zur Freilassung von Yücel Gabriel nicht. Er hatte sich hinter den Kulissen für eine Lösung in dem Fall eingesetzt. Nahles will die Verteilung der sechs Posten im geplanten Kabinett nach dem kommende Woche startenden Votum der 473.000 SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag bekanntgeben.

Kommt der bei den Bürger derzeit beliebteste SPD-Politiker Gabriel nicht mehr zum Zuge, gelten unter anderem Heiko Maas und Katarina Barley als Kandidaten. Die Frage, wer welchen Posten besetzt, stehe jetzt nicht im Vordergrund, so Nahles. „Ich bin der Meinung, dass alle SPD-Minister einen guten Job gemacht haben - auch Sigmar Gabriel. Aber es geht jetzt darum, für ein Ja bei unseren Mitgliedern zu werben.“ Die Bundestagsfraktionschefin schloss aus, vor dem Basisvotum über die Große Koalition die Kabinettsliste offenzulegen. Bis zu ihrer geplanten Wahl zur Vorsitzenden am 22. April in Wiesbaden führt Olaf Scholz die SPD kommissarisch. in einer neuen ARD-Umfrage ist die SPD nach dem Wirbel um den zurückgetretenen Martin Schulz und Querelen auf 16 Prozent gefallen.

Von RND/dpa