Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Nato-Generalsekretär drängt Berlin zu höheren Militärausgaben
Nachrichten Politik Nato-Generalsekretär drängt Berlin zu höheren Militärausgaben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:38 29.06.2015
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Quelle: Julien Warnand
Berlin

n. Deutschland liegt derzeit bei 1,2 Prozent.

"Ich spreche alle Verbündeten an, aber als große Volkswirtschaft fällt Deutschland stärker ins Gewicht als andere", sagte Stoltenberg der "Süddeutschen Zeitung". "Die USA geben vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus, in Europa sind wir näher bei einem Prozent. Das ist keine faire Lastenverteilung."

Die Nato hatte sich bei ihrem Gipfeltreffen in Wales im vergangenen Jahr vorgenommen, das Zwei-Prozent-Ziel innerhalb eines Jahrzehnts zu erreichen. Bisher geben nur 5 der 27 Nato-Staaten so viel für die Verteidigung aus: Die USA, Großbritannien, Griechenland, Polen und Estland.

Die Bundesregierung will den Verteidigungsetat in den nächsten vier Jahren zwar schrittweise von derzeit 32,97 auf 35,01 Milliarden Euro anheben. Das reicht aber bei weitem nicht für das Nato-Ziel. Legt man das BIP des vergangenen Jahres zugrunde, müsste Deutschland 58 Milliarden Euro ausgeben, um die zwei Prozent zu erreichen.

Es kann sogar sein, dass sich Deutschland trotz der Aufstockung des Verteidigungsetats um 6,2 Prozent bis 2019 weiter von dem Nato-Ziel entfernt, denn das BIP wird wahrscheinlich schneller steigen. In den vergangenen vier Jahren wuchs es um 12,7 Prozent.

Stoltenberg nimmt am Dienstag an den Feierlichkeiten zur 60-jährigen Nato-Mitgliedschaft Deutschlands in Berlin teil. Der Jahrestag war bereits am 6. Mai. Wegen der Feiern 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in derselben Woche wurde die Nato-Veranstaltung in den Juni gelegt.

dpa

Ein Unterrichtsfach, in dem Schüler für komplizierte Fragen des Alltags fitgemacht werden - nach Bundesbildungsministerin Johanna Wanka kann sich nun auch die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner dafür erwärmen.

29.06.2015

Die israelische Marine hat ein pro-palästinensisches Solidaritätsschiff auf dem Weg nach Gaza aufgebracht. Es habe auf der "Marianne" keine Gewalt und keine Gegenwehr der Mannschaft gegeben, teilte die Armee am Montag mit.

29.06.2015

In Deutschland sind 2014 weniger Ausländer eingebürgert worden als in den Vorjahren. Das Statistische Bundesamt zählte im vergangenen Jahr 108 420 Einbürgerungen.

29.06.2015