Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Nigerias Militär befreit 180 Boko-Haram-Geiseln

Konflikte Nigerias Militär befreit 180 Boko-Haram-Geiseln

Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben fast 180 Menschen aus der Gewalt der Terrormiliz Boko Haram befreit und einen der Anführer der Islamistengruppe lebend gefasst.

Voriger Artikel
In Deutschland leben mehr Zuwanderer denn je
Nächster Artikel
Schwarzer Montag an der griechischen Börse

Im Bundestaat Borno steigen befreite Boko-Haram-Geiseln von einem Fahrzeug der nigerianischen Armee.

Quelle: EPA/Str

Abuja. Unter den befreiten Geiseln seien mehr als 100 Kinder und fast 70 Frauen, hieß es in einer am Sonntagabend verbreiteten Mitteilung des Militärsprechers Tukur Gusau.

Einige der Ex-Geiseln seien in einem sehr schlechten Zustand, sagte Mohammed Kanar von der Nationalen Notfallagentur am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Sie seien unter äußerst schweren und harschen Bedingungen von den Extremisten festgehalten worden. "Wenn die Streitkräfte ein Camp der Boko Haram erobern, dann finden sie dort immer Menschen in schlechtem Zustand, weil sie misshandelt werden", so Kanar. Die befreiten Geiseln würden nun betreut.

Bei dem Einsatz rund um Bama nahe der Stadt Maiduguri im nordöstlichen Bundesstaat Borno hatte die Armee zahlreiche Lager der Islamisten erobert. Wann das Militär zuschlug, blieb unklar.

Entführte Frauen und Mädchen werden von den Extremisten häufig zum Übertritt zum Islam gezwungen, zwangsverheiratet oder als Sklavinnen missbraucht. Kinder werden dazu benutzt, Sicherheitskräfte auszuspionieren, Material und Waffen zu transportieren und auch bei Angriffen mitzuwirken oder Selbstmordattentate zu begehen.

Im April 2014 hatte die Boko Haram mehr als 200 Mädchen aus einer Schule in dem Ort Chibok entführt, der etwa 200 Kilometer südlich von Bama liegt. Die Tat hatte weltweit Entsetzen ausgelöst und eine Welle der Solidarität in Gang gesetzt. Obwohl nigerianische Truppen immer wieder Geiseln aus den Händen der Islamisten befreien, konnten die Mädchen bisher nicht aufgespürt werden.

Die Terrorgruppe will im Norden Nigerias einen sogenannten Gottesstaat aufbauen und verübt auch immer wieder Anschläge in den Nachbarländern Niger, Kamerun und Tschad. Bei dem blutigen Terror der Boko Haram sind seit 2009 mindestens 14 000 Menschen ums Leben gekommen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-161203-99-408078_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Real macht Barças Siegträume in 90. Minute zunichte

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?