Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Nordkorea plant womöglich weiteren Raketentest
Nachrichten Politik Nordkorea plant womöglich weiteren Raketentest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:53 04.09.2017
Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un mit seinen Beratern. Quelle: AP
Anzeige
Seoul

Das Verteidigungsministerium in Seoul habe die Sprengkraft des nordkoreanischen Bombentests vom Sonntag mit 50 Kilotonnen angegeben, berichtete Yonhap außerdem. Das ist ein Vielfaches der Sprengkraft der Atombombe von Hiroshima.

Die Detonation war die bisher stärkste in Nordkorea, das nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe zündete. Südkorea reagierte mit einem Manöver und simulierte einen Angriff auf die nordkoreanischen Atomtestanlagen.

Brics-Staaten verurteilen Atomtest Nordkoreas – Dialog gefordert

Die Brics-Staaten haben den jüngsten Atomtest Nordkoreas „scharf verurteilt“. Auf dem Gipfel von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika in der chinesischen Hafenstadt Xiamen forderten die Staats- und Regierungschefs der aufstrebenden Volkswirtschaften am Montag, dass die Probleme „nur durch friedliche Mittel und direkten Dialog aller betroffenen Parteien gelöst werden sollen“.

Sie äußerten ihre „tiefe Sorge“ über die anhaltenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und den Konflikt um das Atom- und Raketenprogramm, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua aus einer gemeinsamen Erklärung zitierte. Der sechste und bisher größte Atomtest Nordkoreas überschattet das jährliche Treffen der Brics-Staaten, zu dem Chinas Präsident Xi Jinping geladen hat.

Nach dem Treffen von Xi Jinping mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Vorabend sagte dessen Sprecher Dimitri Peskow, der Kremlchef fordere dazu auf, „sich nicht von Emotionen leiten zu lassen, ruhig und ausgeglichen zu reagieren“. Eine umfassende Lösung könne nur mit politischen und diplomatischen Mitteln gefunden werden.

Er zeigte sich skeptisch über neue Strafmaßnahmen. „Bislang kann man feststellen, dass die bereits bestehenden Sanktionen keine positiven Ergebnisse gebracht haben“, sagte Peskow laut Nachrichtenagentur Tass. Putin und Chinas Präsident seien sich einig, dass Chaos auf der koreanischen Halbinsel unbedingt zu vermeiden sei.

Von RND/dpa

Anzeige