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Nur wenige neue Flüchtlinge in Griechenland

Flüchtlinge Nur wenige neue Flüchtlinge in Griechenland

Der Flüchtlingszustrom von der Türkei nach Griechenland nimmt zwar ab. Aber die Lage in den Lagern bleibt gespannt. Es fehlt vor allem an einem.

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Flüchtlinge kommen in einem Schlauchboot auf der griechischen Insel Lesbos an. Die Zahlen sind stark zurückgegangen.

Quelle: Kay Nietfeld/Archiv

Athen. Trotz eines hohen Abschieberisikos setzen weiterhin Flüchtlinge mit Booten von der Türkei nach Griechenland über. Allerdings sind es weit weniger, seit der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei am 20. März in Kraft getreten ist.

162 Flüchtlinge seien von Freitag auf Samstag eingetroffen, teilte der Krisenstab in Athen mit. In den beiden Vortagen seien es 62 und 69 illegal eingereiste Menschen gewesen. Zum Vergleich: Allein im Februar kamen pro Tag durchschnittlich 2000 Menschen in Griechenland an.

Trotz rückläufiger Zahlen bleibt die Lage auf den Ägäis-Inseln schwierig. Allein auf Samos, Chios und Lesbos leben in den Registrierzentren mittlerweile mehr als 8000 Migranten. Alle Neuankömmlinge haben das Recht, einen Asylantrag zu stellen. Weil Fachpersonal fehlt, zieht sich die Bearbeitung der Anträge in die Länge. Deshalb nimmt die Zahl der Menschen in den Aufnahme- und Abschiebelagern allmählich zu.

368 Migranten sind seit Inkrafttreten des Flüchtlingspakts vor fünf Wochen von den griechischen Ägäis-Inseln in die Türkei zurückgeschickt worden. Wegen des orthodoxen Osterfestes werde es in den kommenden Tagen keine Rückführungen geben, hieß es aus Kreisen der Küstenwache.

Schwierig bleibt die Situation auch in den beiden wild errichteten Lagern in Piräus und bei Idomeni an der mazedonisch-griechischen Grenze. In Piräus hat sich die Lage etwas verbessert. Den Behörden ist es gelungen, Hunderte Migranten zu überreden, in ein gut organisiertes Lager in der Nähe von Piräus umzusiedeln. In Idomeni dagegen harren in Zelten und unter Plastikplanen weiterhin mehr als 10 000 Menschen aus. Die Migranten machen sich trotz der Schließung der Balkanroute Hoffnung, dass es ihnen doch gelingen könnte, weiter nach Zentraleuropa zu gelangen.

dpa

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