Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Österreich bringt erneut Tausende Flüchtlinge an deutsche Grenze
Nachrichten Politik Österreich bringt erneut Tausende Flüchtlinge an deutsche Grenze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:32 29.10.2015
Flüchtlinge warten in einem Auffanglager in Spielfeld an der österreichisch-slowenischen Grenze auf die Weiterreise. Quelle: Erwin Scheriau
Anzeige
Wegscheid/Passau

Die Notquartiere sind überfüllt, der Zustrom an Flüchtlingen nach Bayern reißt jedoch nicht ab. Am Donnerstag kamen erneut Tausende über die deutsch-österreichische Grenze in den Freistaat.

Die Bundespolizei rechnete bis zum Abend mit rund 6500 Neuankömmlingen und damit ebenso vielen wie am Vortag. Allein etwa 2000 Menschen erreichten bis zum Nachmittag die Grenzübergänge in der Region Passau und den Übergang Wegscheid etwa 35 Kilometer weiter östlich. Das sagte Frank Koller von der Bundespolizei in Freyung. "Es ist ein stetiger Zulauf." Die österreichischen Behörden hätten bis zum Abend je 40 Busse mit Flüchtlingen für Wegscheid und Achleiten angekündigt. Hinzu komme der Bahnverkehr.

In den vergangenen Tagen waren meist mehr Busse als vorangemeldet von österreichischer Seite zur Grenze gefahren - und das zumeist erst Abends. Dies hatte die Behörden auf deutscher Seite vor große Probleme gestellt.

Thomas Schweikl von der Bundespolizei wies darauf hin, dass sich die Lage nun durch das Wetter weiter verschärft habe. Inzwischen habe Sprühregen eingesetzt und die Wetterverhältnisse seien schlechter geworden.

Am Morgen waren die Notquartiere für Flüchtlinge im Raum Passau noch komplett überfüllt. Erst gegen 3.00 Uhr in der Nacht waren die letzten wartenden Flüchtlinge von den Grenzorten in die Unterkünfte gebracht worden. "Die Menschen mussten länger in der Kälte ausharren, als uns lieb war", sagte Heinrich Onstein von der Bundespolizei.

Eine wichtige Aufgabe für die Bundespolizei war daher, die Unterkünfte im Tagesverlauf so rasch wie möglich zu räumen, ehe die ersten Busse aus Österreich mit weiteren Flüchtlingen anrollten. Die Menschen könnten schließlich erst aus der Kälte geholt werden, wenn in den Unterkünften Platz frei geworden sei, betonte der Sprecher.

In der Dreiländerhalle in Passau wurden am Donnerstagmorgen 1500 Menschen versorgt, in den Paul-Hallen 1000. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Notquartiere, in denen sich jeweils mehrere Hundert Migranten aufhalten. Im Laufe des Donnerstags waren vier Sonderzüge von Passau geplant, die mehr als 2000 Menschen auch in andere Bundesländer verteilen sollten. Die Züge sollten unter anderem nach Köln, Hannover und ins thüringische Saalfeld fahren.

Auch in den kommenden Tagen ist ein Ende des Zustroms von Flüchtlingen nicht in Sicht. Auf der sogenannten Balkan-Route durch Kroatien, Slowenien und Österreich Richtung Deutschland sind weiter Tausende Flüchtlinge unterwegs. In Slowenien trafen in der Nacht zum Donnerstag mehr als 5000 Flüchtlinge aus Kroatien ein, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA meldete. Am Mittwoch waren es knapp 10 000 gewesen.

Seit Ungarn Mitte des Monats seine Landgrenze zu Kroatien mit einem Sperrzaun abgeriegelt hat, sind 102 757 Menschen auf der Balkan-Route durch Slowenien gekommen. Das kleine Land leitet sie zur österreichischen Grenze weiter. Einige Tage später erreichen sie die deutsche Grenze.

dpa

Ohne die Familienpolitik gäbe es heute noch viel mehr Chinesen. Aber die Gesellschaft wird älter, die Geburtenrate fällt. Ob jetzt eine Zwei-Kind-Politik die Probleme lösen kann, bleibt aber abzuwarten.

29.10.2015

Das kommunistische Nordkorea hat nach UN-Angaben Zehntausende seiner Bürger zu Zwangsarbeit unter sklavenähnlichen Bedingungen ins Ausland geschickt. Damit nehme der weitgehend von der Außenwelt abgeschottete Staat jährlich bis zu 2,3 Milliarden Dollar (etwa 2 Milliarden Euro) pro Jahr an Devisen ein, sagte der UN-Sonderberichterstatter zur Lage der Menschenrechte in Nordkorea, Marzuki Darusman, in New York.

29.10.2015

Der lange Tarifstreit bei den Kita-Erzieherinnen ist endgültig beendet. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, stimmten 57,2 Prozent der Mitglieder der Ende September erzielten Einigung mit den kommunalen Arbeitgebern zu.

29.10.2015
Anzeige