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Österreichs Kanzler: Sozialdemokratische Ära beginnt erst

Parteien Österreichs Kanzler: Sozialdemokratische Ära beginnt erst

Die Sozialdemokratie in Europa wird sich nach den Worten des österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern mit Erfolg gegen ihren aktuellen Bedeutungsverlust stemmen.

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Österreichs neuer Kanzler Christian Kern bei seiner Amtseinführung vor acht Tagen. Foto: Christian Bruna

Wien. "Das sozialdemokratische Zeitalter fängt gerade erst an", sagte Kern in Wien bei einem außerordentlichen SPÖ-Bundesparteitag.

Werte wie Toleranz, Gleichheit und Gerechtigkeit seien nach wie vor sozialdemokratische Grundsätze, für die die Menschen zu begeistern seien, sagte Kern vor rund 650 Delegierten. Der ehemalige Bahnchef steht seit fünf Wochen an der Spitze der rot-schwarzen Koalition in Österreich. Er sollte am Nachmittag zum neuen SPÖ-Vorsitzenden gewählt werden.

Angesichts des Brexit-Referendums wandte sich Kern deutlich gegen aus seiner Sicht zu einfache Antworten. Er halte es für beschämend, dass manche die Flüchtlingsfrage als ausschlaggebend betrachteten. "Das ist eine populistische Analyse." Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuvor die Lösung der Flüchtlingskrise als wegweisend für die Zukunft der EU genannt.

Das politische Duell mit der in Umfragen führenden rechten FPÖ möchte Kern aus einer Position neuer Stärke gewinnen. "Ich bin absolut nicht bereit, den Schlüssel zum Bundeskanzleramt den Blauen auszuliefern", sagte Kern über die Freiheitlichen, deren Parteifarbe blau ist.

dpa

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