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Özdemir unter Polizeischutz

Münchener Sicherheitskonferenz Özdemir unter Polizeischutz

Cem Özdemir steht während der Münchener Sicherheitskonferenz unter Polizeischutz. Der ehemalige Grünen-Chef wohnt in der bayrischen Hauptstadt im selben Hotel wie die türkische Delegation. Nach einer Beschwerde der Türken über Özdemir als „Terroristen“ haben die Sicherheitskräfte den Schutz für den Grünen massiv erhöht.

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Der ehemalige Vorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, steht in München unter Polizeischutz.

Quelle: dpa

München. Cem Özdemir hat sich nie zurückgehalten, wenn es darum ging, den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan für seine Politik zu kritisieren. Wie Özdemir nun der „Welt am Sonntag“ berichtet, sei er im Hotel in München am Rande der Sicherheitskonferenz auf die türkische Delegation um Ministerpräsident Binali Yildirim getroffen. „An ihrem Gesichtsausdruck konnte ich ablesen, dass sie nicht erfreut waren, mich zu sehen.“

Für den ehemaligen Chef der Grünen war ein normaler Besuch der Münchener Sicherheitskonferenz so nicht mehr möglich. Wie das Polizeipräsidium München bestätigt, werde Özdemir während der Konferenz von drei Beamten begleitet – zu Terminen geht es für ihn nur im Polizeifahrzeug. „Den Tag über haben mich drei Leute begleitet“, bestätigte auch Özdemir, der inzwischen nach Berlin zurückgekehrt ist. Der Grünen-Politiker, der ein scharfer Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist, steht bei öffentlichen Auftritten seit längerem unter Personenschutz. „Dass ich auf einer Sicherheitskonferenz Sicherheit brauche, ist aber auch für mich neu gewesen“, sagte er am Sonntag.

„In Deutschland hat das nichts verloren“

Nach dem Aufeinandertreffen zwischen der Delegation um Yildirim und Özdemir sei eine Beschwerde der Türken eingegangen. Es würde sich ein „Terrorist“ im Hotel aufhalten, hieß es in dieser – damit soll Özdemir gemeint gewesen sein.

Für Özdemir bestätigt der Vorfall seine Meinung „über die Natur des Regimes in Ankara“. Man könne sich nun einen Eindruck machen, „welche Aggressivität von diesem Unsicherheitspersonal wohl in der Türkei ausgeht, wenn sie sich bei uns schon so aufführen“. So sei es schlimm genug, dass in der Türkei Angst und Schrecken verbreitet würden, „aber in Deutschland hat es nichts verloren“, so Özdemir weiter.

Von fw/RND

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