Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Papst verschärft Kirchenrecht bei sexueller Gewalt
Nachrichten Politik Papst verschärft Kirchenrecht bei sexueller Gewalt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:28 04.06.2016
Nicht nur Handlungen, sondern auch Unterlassungen im Zusammenhang mit Pädophilie können in Zukunft zur Amtsenthebung führen. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Anzeige
Rom

Das bestimmte Papst Franziskus in einem neuen Rechtsdokument ("Motu proprio"), das am Samstag veröffentlicht wurde. Damit legt der Pontifex eindeutig fest, dass nicht nur Handlungen, sondern auch Unterlassungen im Zusammenhang mit Pädophilie zur Amtsenthebung führen können, auch wenn die Geistlichen selbst keine "schwere moralische Schuld" tragen. Die Schuld müsse aber eindeutig beweisbar sein, so Franziskus weiter.

Er wolle präzisieren, dass zu den bereits im Kirchenrecht behandelten gravierenden Fällen - wie etwa dem Besitz von kinderpornographischem Material - nun zusätzlich auch die Nachlässigkeit, also etwa die Vertuschung einer Tat, mitgerechnet werde, schrieb der Papst. Damit werde die Rechtsprechung in Fällen sexueller Gewalt fortgeschrieben, nachdem Benedikt XVI. während seiner Amtszeit die "schwerwiegenden Fälle" genauer definiert hatte, so Radio Vatikan.

Ein Motu proprio (übersetzt etwa: "selbst veranlasst") ist ein Apostolisches Schreiben des Papstes, zu dem sich das Kirchenoberhaupt selbst entschieden hat, ohne Aufforderung oder Ersuchen etwa seiner Kardinäle oder Berater. Meistens geht es dabei - wie in diesem Fall - um kleinere Änderungen des Kirchenrechts.

dpa

Niemals werde die Türkei die Anschuldigung eines Völkermords akzeptieren, wettert Präsident Erdogan. Angeblich hat ihm die Kanzlerin versprochen, eine entsprechende Bundestagsresolution zu verhindern. Dann lässt er dunkle Drohungen folgen.

04.06.2016

Im Umfeld einer Rechten-Demo in Dortmund verletzen Linksautonome drei Polizisten. Die hatte fast 5000 Beamte aus ganz Deutschland zusammengeholt, um ein Aufeinandertreffen zwischen gewaltbereiten Linken und Rechten zu verhindern.

04.06.2016

Bundespräsident Gauck soll sich entschlossen haben, trotz bester Chancen auf eine Wiederwahl nicht mehr anzutreten. Ganz überraschend käme das nicht. Eine Nachfolge-Suche dürfte schwierig werden - die Verhältnisse zwischen den Parteien sind derzeit recht delikat.

04.06.2016
Anzeige