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Paris-Attentäter hatte Fotos von Atomzentrum

Terror in Europa Paris-Attentäter hatte Fotos von Atomzentrum

Planten die Attentäter von Paris einen Anschlag auf ein Atomforschungszentrum? Darauf könnten Fotos und Unterlagen deuten, die bei dem Paris-Attentäter Salah Abdeslam gefunden worden sind. Beim Verfassungsschutz ist man alarmiert. In einem Punkt gibt es noch Unklarheiten.

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Das Atomforschungszentrum in Jülich.

Quelle: dpa

Berlin. Der Paris-Attentäter Salah Abdeslam soll in seiner Wohnung im Brüsseler Stadtteil Molenbeek Unterlagen über das deutsche Atomforschungszentrum Jülich (Nordrhein-Westfalen) aufbewahrt haben. Dies berichten die Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) in ihren Donnerstag-Ausgaben. Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, habe mehrere Mitglieder des streng vertraulich tagenden Parlamentarischen Kontrollgremiums des Deutschen Bundestages darüber unterrichtet. Danach seien neben Ausdrucken von Artikeln aus dem Internet zu Jülich auch Fotos gefunden worden, die den Vorstandsvorsitzenden der Kernforschungsanlage, Wolfgang Marquardt, zeigen.

Salah Abdeslam

Salah Abdeslam

Quelle: Belgische Polizei

Das RND beruft sich auf mehrere Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Sie seien durch Maaßen bereits Ende März jeweils in Vier-Augen-Gesprächen über das Thema Jülich informiert worden. Unklar ist, ob Maaßen diese Informationen auch an das Kanzleramt und das Bundesinnenministerium weitergegeben hat. Auf Anfrage des RND erklärten Kanzleramt und Innenministerium am Mittwoch, man habe keine Informationen zu dem geschilderten Sachverhalt.

Im Gegensatz dazu versicherten auf RND-Nachfrage am Mittwoch mehrere Bundestagsabgeordnete sowie ein zuständiger Terrorismusexperte des Verfassungsschutzes, es gebe diese Informationen, und der Behördenchef habe sie vertraulich entsprechend unterrichtet.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag in der Märkischen Allgemeinen.

Von MAZonline

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