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Pegida bekommt durch Terror in Paris keinen stärkeren Zulauf

Demonstrationen Pegida bekommt durch Terror in Paris keinen stärkeren Zulauf

Als im Januar in Paris Islamisten einen Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" verüben, erhält Pegida in Dresden daraufhin den bisher größten Zulauf. Vom neuen Terror in Paris können die Islamfeinde dagegen kaum profitieren.

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Eine französische Flagge ist während einer Kundgebung des Bündnisses Pegida auf dem Theaterplatz in Dresden zu sehen.

Quelle: Arno Burgi

Dresden. Das Gedenken an die Terroropfer in Paris hat der islamfeindlichen Pegida-Bewegung bei ihrer Montagsdemonstration in Dresden keine zusätzlichen Anhänger beschert.

Im Gegenteil: Nach Schätzungen der Studentengruppe "Durchgezählt" versammelten sich am Abend zwischen 7000 und 8000 Teilnehmer auf dem Theaterplatz vor der Semperoper. In einer ersten Schätzung war die Gruppe noch von etwas höheren Zahlen ausgegangen. Vor einer Woche hatte Pegida bis zu 8500 Anhänger mobilisieren können.

Nach den Anschlägen auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" im Januar dieses Jahres in Paris hatten die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" mehr als 20 000 Menschen auf die Straße gebracht. Es war die bislang höchste Teilnehmerzahl überhaupt.

Die Pegida-Aktivistin Tatjana Festerling sprach am Montagabend davon, dass mit den Flüchtlingen auch Terroristen nach Europa kämen. Das zeige der syrische Pass, der im Zuge der Terroranschläge in Paris in der Nähe eines toten Attentäters gefunden wurde. Ob der Pass überhaupt echt ist, war am Montag jedoch weiterhin unklar.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hatte vor der Kundgebung am Montag davor gewarnt, die Anschläge von Paris politisch zu missbrauchen. Es dürfe keine Politik auf dem Rücken der Flüchtlinge gemacht werden.

Gegen Pegida gingen am Montagabend etwa 1000 bis 1500 Menschen auf die Straße. Sie waren dem Aufruf der Gruppe Gepida - "Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter" - gefolgt.

dpa

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