Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Petry korrigiert sich: AfD-Leute nicht in Clausnitz dabei
Nachrichten Politik Petry korrigiert sich: AfD-Leute nicht in Clausnitz dabei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:09 24.02.2016
Ortsschild von Clausnitz: Hier hatte sich ein fremdenfeindlicher Mob vor dem Flüchtlingsheim versammelt und versucht, die Ankunft der Asylbewerber zu verhindern. Quelle: Hendrik Schmidt
Anzeige
Dresden

Das hätten eingehende Prüfungen ergeben.

Petry nahm damit ihre Aussagen vom Montag zurück. In einer Sendung des Fernsehsender Phoenix hatte sie eingeräumt, dass bei der fremdenfeindlichen Protestaktion auch Parteimitglieder präsent waren. In Clausnitz hatte eine aufgebrachte Menge von etwa 100 Leuten am vergangenen Donnerstag einen Bus mit Flüchtlingen blockiert.

"Die AfD Sachsen protestiert gegen die fatale Migrationspolitik von Bundes- und Staatsregierung vor staatlichen Institutionen, nicht vor Asylbewerberunterkünften", stellte Petry klar. Zugleich versuchte sie, das Ausmaß der Proteste zu relativieren. Laut Petry hatten die Demonstranten lediglich "Wir sind das Volk!" gerufen. Auf einem Video sind aber auch deutlich Rufe wie "Verpisst euch doch!" und "Ab nach Hause" zu hören.

Der Co-Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland, Jörg Meuthen, kündigte am Mittwoch im "Handelsblatt" im Fall einer Beteiligung von AfD-Mitgliedern an den Protesten parteirechtliche Konsequenzen an. "Für menschenfeindliche Gesinnung ist in der AfD kein Platz", erklärte er.

dpa

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung tritt auch aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik und das Asylpaket II zurück. Seine Nachfolgerin fordert, Deutschland dürfe seine Menschlichkeit nicht verlieren.

24.02.2016

Bundestagsabgeordnete von Union und Grünen sorgen sich angesichts der fremdenfeindlichen Auswüchse in Sachsen um einen Imageschaden für Deutschland. "Diese furchtbaren und widerlichen Anfeindungen gegen Flüchtlinge sind für das deutsche Image im Ausland Gift", sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

24.02.2016

Ein von CSU-Chef Horst Seehofer nach dem jüngsten EU-Flüchtlingsgipfel gefordertes schnelles Spitzentreffen der Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD kommt vorerst wohl nicht zustande.

24.02.2016
Anzeige