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Politik Piratenpartei entert Lehrer-Meldeportal der AfD
Nachrichten Politik Piratenpartei entert Lehrer-Meldeportal der AfD
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14:13 13.10.2018
Die Partei hat das Lehrer-Meldeportal der AfD zweckentfremdet Quelle: Bodo Marks/dpa
Stuttgart

In Baden-Württemberg hat das am Donnerstag gestartete Lehrer-Meldeportal eines AfD-Abgeordneten nicht einmal einen Tag lang funktioniert. Bereits am Freitagmorgen meldete der Abgeordnete Stefan Räpple auf der Internetseite „www.stefan-raepple.de/mein-lehrer-hetzt“: „Leider kam es auf dieser Seite zu einem Hackerangriff.“ Die Seite werde „In Kürze Wieder Zur Verfügung“ stehen, was bis zum Nachmittag jedoch nicht der Fall war.

Unterdessen teilte die baden-württembergische Piratenpartei mit, dass Zehntausende Menschen ihr Angebot angenommen hätten, das Abgeordneten-Portal mit Hetz-Meldungen zu blockieren. Die „Piraten“ sammelten unter „mein-abgeordneter-hetzt.de“ Zitate von AfD-Abgeordneten, die sie als Hetze einstufen. Die Piratenpartei flutete damit nach eigenen Angaben das AfD-Lehrerportal.

Das Portal der Piraten mein-abgeordneter-hetzt Quelle: Philip Köngeter/Piratenpartei Baden-Württemberg/obs

„Unser Ziel war es, mit einer Aktion sowohl die menschenverachtenden Ideen der AfD aufzuzeigen als auch dem Denunziationsportal einige relevante Meldungen zukommen zu lassen“, kommentierte Michael Knödler, Vorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg.

Spitzelei dürfe niemals Grundlage in einem demokratischen Rechtsstaat sein, und Listen von Personen seien datenschutzrechtlich bedenklich und deshalb kategorisch abzulehnen. In mehreren Bundesländern haben AfD-Politiker Internetportale eingerichtet oder planen diese, bei denen Schüler Lehrer melden sollen, die sich politisch äußern.

Von RND/epd

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