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Politik Privatmann Trump fährt Millionenverluste ein
Nachrichten Politik Privatmann Trump fährt Millionenverluste ein
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16:07 18.10.2017
US-Präsident Donald Trump. Quelle: AP
Washington

Von einem dezenten Umgang mit dem eigenen Vermögen hält Donald Trump nicht viel. Das Zurschaustellen des Reichstums zählte zu den wiederkehrenden Elementen seines Wahlkampfs. Doch so sehr der New Yorker Geschäftsmann seinen materiellen Erfolg auch inszeniert, läuft es seit Monaten für ihn nicht besonders gut: Um fast 600 Millionen Euro soll sein Gesamtbesitz zusammengeschmolzen sein.

Besonders schmerzhaft für den begnadeten Selbstdarsteller: Auf der „Forbes“-Liste der reichsten 400 Amerikaner rutscht der 71-Jährige von Platz 156 auf Platz 248. Während der Präsident regelmäßig davon spricht, dass er zehn Milliarden Euro schwer sei, schätzen ihn die Wirtschaftsjournalisten von Forbes auf knapp drei Milliarden.

Trump könnte von seinen eigenen Steuerreformplänen profitieren

Die Ursachen der hohen Verluste sind vielfältig. Allein der Wahlkampf soll ihn mehr als 60 Millionen Euro gekostet haben, und seine Rechtsstreitigkeiten schlugen mit 20 Millionen zu Buche. Für die dicksten Brocken ist dagegen sein Kerngeschäft verantwortlich: Ausgerechnet die Immobilien in Manhattan lassen in der Bewertung nach.

Da sind der berühmte Trump Tower mit 58 Etagen auf der Fifth Avenue und der Trump World Tower an der United Nations Plaza – und noch vier weitere Gebäude im XXL-Stil. Um sie noch größer erscheinen zu lassen als sie ohnehin schon sind, schummelt Trump des öfteren bei seinen Angaben zu den Geschosszahlen. Fest steht aber, dass sich die Bauvorhaben trotz aller Neubewertungen durchaus gelohnt haben.

Schwieriger gestaltet sich dagegen der Betrieb seiner Hotels und Golfanlagen. Laut Washington Post orientieren sich mehrere Stammkunden wie die großen amerikanischen Baseballklubs in jüngster Zeit um und genießen ihre Freizeit lieber in anderen Luxusanlagen.

Aber Trump wäre nicht Trump, hätte er nicht längst eine Lösung für diese unerwartete Delle im Gepäck: Seit Wochen arbeitet das Weiße Haus an einer Steuerreform, die Rekordentlastungen für Unternehmen vorsieht.

Von Stefan Koch / RND

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