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Proteste und Festnahmen in Ferguson: Notstand ausgerufen

Polizei Proteste und Festnahmen in Ferguson: Notstand ausgerufen

Bei Protesten zum Todestag des schwarzen Jugendlichen Michael Brown ist es in der US-Stadt Ferguson erneut zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Behörden riefen den Notstand aus.

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Demonstrant in Ferguson. Man werde keine weitere Gewaltakte dulden, teilte das zuständige St. Louis County mit.

Quelle: Sid Hastings

Ferguson. Nach Angaben der Behörden wurden Polizisten in der Nacht zum Dienstag mit Steinen und Flaschen beworfen. Nach Angaben lokaler Medien wurden über 20 Menschen festgenommen. Um erneuten Unruhen vorzubeugen, hatten die Behörden nur Stunden zuvor den Notstand verhängt. Die Polizei des zuständigen County St. Louis übernahm ab sofort die Polizeiführung in Ferguson.  

Allerdings fielen in der Nacht zum Dienstag keine Schüsse, es gab laut Polizei auch keine Verletzten. "Beamte werden mit Steinen und Flaschen beworfen", meldete die Polizei von St. Louis auf Twitter. Weiter hieß es: "Wir unterstützen freie Meinungsäußerung, aber Aufwiegler, die auf Anordnung nicht weggehen, riskieren Festnahmen."

"Dies ist kein friedlicher Protest mehr", warnte die Polizei. Die Polizisten hätten Pfefferspray eingesetzt, schrieb die Zeitung "St. Louis Post-Dispatch" unter Berufung auf Augenzeugen. Rund 150 Demonstranten seien durch die Straßen gezogen. Auch im nahen St. Louis kam es im Zuge eines "Tages des Ungehorsams" im Laufe des Montags zu Protesten.

Die Behörden hatten den Notstand verhängt, nachdem es am Sonntag - dem Jahrestag von Browns Tod - zu Schusswechseln in der Stadt gekommen war. "Wir werden keine weiteren Gewaltakte tolerieren", teilte der zuständige St. Louis County mit. Aufgabe der Polizei sei, Leben und Eigentum der Bürger zu schützen.

Am Sonntag hatte nach Angaben der Polizei ein 18-Jähriger auf vier Beamte in Zivil geschossen. Die Polizisten hätten das Feuer erwidert und den Schützen schwer verletzt.

Der unbewaffnete Afroamerikaner Brown war am 9. August 2014 von einem weißen Polizisten in Ferguson erschossen worden - was damals schwere Unruhen auslöste sowie eine Diskussion über offenen und latenten Rassismus in den USA entfacht. Der Todesschütze von Ferguson wurde nicht angeklagt. Später waren zahlreiche Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA bekanntgeworden.

dpa

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