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Putin nennt EU-Sanktionen gegen Russland "absurdes Theater"

International Putin nennt EU-Sanktionen gegen Russland "absurdes Theater"

Russlands Präsident Wladimir Putin kritisiert die Sanktionen gegen sein Land wegen des Ukraine-Konflikts als geopolitisches Kalkül. "Die Sanktionen des Westens sollen nicht der Ukraine helfen, sondern Russland geopolitisch zurückdrängen", sagte Putin der "Bild"-Zeitung.

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Markige Worte von Wladimir Putin: In einem Interview kritisiert er die EU, die Nato, die USA. Alle seien Russland feindlich gesonnen.

Quelle: Matthias Schrader/Archiv

Berlin/Moskau. Die Strafmaßnahmen seien töricht, ein "absurdes Theater", wie er sagte. Sie schadeten beiden Seiten. Russland habe dadurch Probleme, sich international Geld zu beschaffen. "Größerer Schaden entsteht derzeit jedoch durch den Verfall der Energiepreise", sagte der Kremlchef der Zeitung in Sotschi in Südrussland.

Zur Münchener Sicherheitskonferenz Mitte Februar werde er nicht kommen. "Es ist nicht geplant", sagte auch Putins Sprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. Trotzdem warb der Kremlchef für Kooperation: "Wir sollten weltweit viel enger zusammen stehen im Kampf gegen den Terror, der eine große Herausforderung ist."

Der Westen habe russische Warnungen vor Fehlern im Irak oder in Libyen immer als antiwestliche Propaganda abgetan, sagte Putin einer Gesprächsmitschrift des Kremls zufolge. "Und jetzt, wo Sie Hunderttausende, mehr als eine Million Flüchtlinge haben, sehen Sie unsere Position da als antiwestlich oder prowestlich?"

Der russische Präsident erneuerte Vorwürfe, die er 2007 bei einer Rede in München erhoben hatte: Die Nato habe mit der Ausdehnung nach Osten gegen Absprachen verstoßen. Russlands einziger Fehler sei gewesen, seine Interessen nicht stark genug verteidigt zu haben.

Die Europäische Union und die USA hatten die Sanktionen 2014 wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und der russischen Hilfe für die Separatisten in der Ostukraine verhängt. Kritik an seinem Vorgehen wies Putin zurück. "Für mich sind nicht Grenzen und Staatsterritorien wichtig, sondern das Schicksal der Menschen" - in dem Fall der Russen auf der Krim. "Die Wiedervereinigung der Krim mit Russland ist gerecht", erklärte er. Sein Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte er "professionell und offen".

Im ostukrainischen Frontgebiet sei seit Sonntag ein Soldat getötet worden, teilte das Militär in Kiew am Montag mit. Zugleich bereiteten die Konfliktparteien ein Treffen der Kontaktgruppe am Mittwoch in Minsk vor.

dpa

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