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Putschisten in Burkina Faso geben in letzter Minute auf

Konflikte Putschisten in Burkina Faso geben in letzter Minute auf

Panzer rollen auf die Hauptstadt Burkina Fasos zu. Die Putschisten geben jedoch in letzter Minute auf. Ein Blutvergießen scheint abgewendet. Die Rückkehr zur Demokratie ist aber nicht gesichert.

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Ein verlassenes Militärfahrzeug auf einer Straße der Hauptstadt Ouagadougou. 

Quelle: Ahmed Yempabou, dpa

Ouagadougou. Kurz vor einem drohenden Angriff der Streitkräfte haben die Putschisten in Burkina Faso aufgegeben und eine Rückkehr zur Demokratie versprochen.

Der Anführer des Umsturzes, Gilbert Diendéré, bat das Land und die internationale Gemeinschaft am Abend in einer im staatlichen Fernsehen verlesenen Erklärung um Entschuldigung. 

Diendérés rund 1200 Mann starke Elitetruppe hatte am vergangenen Mittwoch Präsident Michel Kafando und mehrere Regierungsmitglieder festgenommen.  

Er wolle die Macht an eine zivile Regierung abgeben, wie es der am Sonntag nach regionalen Vermittlungsbemühungen vorgeschlagene Friedensplan vorsieht, sagte er nun. Der am Mittwoch gestürzte Präsident Kafando hat jedoch Vorbehalte bezüglich des vorgelegten Plans geäußert. 

Die Lage blieb zunächst unübersichtlich. Es erschien aber wahrscheinlich, dass Kämpfe zwischen den Putschisten der Präsidentengarde und den regulären Streitkräften in den Straßen der Hauptstadt Ouagadougou vermieden werden konnten. 

Nur Stunden zuvor hatten die Streitkräfte örtlichen Medienberichten zufolge Truppen in Bewegung gesetzt, um die Putschisten festzusetzen. Generalstabschef Pingrenoma Zagre forderte die Anführer des Staatsstreichs auf, ihre Waffen niederzulegen. Es solle kein Blut vergossen werden. Die Armee werde die Sicherheit aller Putschisten gewährleisten, die diesem Aufruf folgten, hieß es. Der Präsident der früheren Kolonialmacht Frankreich, Francois Hollande, forderte die Putschisten am Montag nochmals dringlich auf, ihre Waffen niederzulegen und die Macht wieder abzugeben. 

Internationale Vermittler um den senegalesischen Präsidenten Macky Sall hatten am Sonntagabend einen Friedensplan präsentiert. Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) will das Dokument am Dienstag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja diskutieren.

Der Friedensplan sieht unter anderem eine Amnestie für die Putschisten vor. Zudem sollen bei der auf den 22. November verschobenen Präsidentschaftswahl nun auch bislang nicht zugelassene Kandidaten antreten dürfen, die dem früheren Langzeitpräsidenten Blaise Compaoré nahestehen. Das war eine der zentralen Forderungen der Putschisten der Präsidentengarde, die als loyal zu Compaoré gelten. 

Ursprünglich sollte am 11. Oktober ein neuer Präsident gewählt werden. Damit sollte nach dem Sturz von Compaoré im vergangenen Jahr der Übergang zur Demokratie gefestigt werden. Er musste nach 27 Jahren an der Macht nach Massenprotesten ins Ausland fliehen. 

dpa

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