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Raketentest in Nordkorea scheitert

Konflikte Raketentest in Nordkorea scheitert

Am "Tag der Sonne" sollte Nordkoreas Militär besonders strahlen. Mit dem Start einer ballistischen Rakete wollte das Regime Stärke demonstrieren. Das Vorhaben endete als Fehlschlag.

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Überlebensgroß: Menschen versammeln sich in Pjöngjang vor Bronzestatuen von Staatsgründer Kim Il Sung und seinem Sohn Kim Jong Il.

Quelle: Franck Robichon

Seoul. In Nordkorea ist der Test einer neuen ballistischen Rakete nach Angaben Südkoreas gescheitert. Mit dem Start wollte das kommunistische Regime in Pjöngjang anlässlich des 104. Geburtstages von Staatsgründer Kim Il Sung Stärke demonstrieren.

Der Raketenstart sei am Freitagmorgen (Ortszeit) an der Ostküste erfolgt, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Der Versuch sei offensichtlich fehlgeschlagen.

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Allgegenwärtig: Staatsgründer Kim Il Sung und sein Sohn Kim Jong Il grüßen von einem Wandbild.

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Militärs vermuteten, dass es sich um eine Musudan-Mittelstreckenrakete mit einer geschätzten Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern gehandelt habe, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Es wäre der erstmalige Test einer Musudan-Rakete gewesen. Laut UN-Resolutionen darf Nordkorea keine ballistische Raketentechnik testen. Der neue Raketentest erfolgte inmitten zunehmender Spannungen in der Region. 

Die Rakete sei zunächst abgehoben, dann aber von einer "normalen Flugbahn" abgewichen, vermuteten die Streitkräfte in Südkorea. Auch das Strategische Kommando der USA "entdeckte und verfolgte, was als ein nordkoreanischer Raketenstart in den Weltraum angenommen wurde", teilte das Nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (Norad) mit. Zu keinem Zeitpunkt habe Gefahr für die USA bestanden. 

Yonhap hatte am Donnerstag berichtet, dass Nordkorea zwei Raketen dieses Typs bereits vor drei Wochen auf mobilen Startrampen an der Ostküste in Position gebracht habe. Die Regierung habe nicht ausgeschlossen, dass eine oder beide auch am Geburtstag des 1994 gestorbenen Großvaters von Machthaber Kim Jong Un, Kim Il Sung, abgefeuert würden. 

Der Geburtstag wird in Nordkorea auch als "Tag der Sonne" bezeichnet. Das kommunistische Regime in Pjöngjang nutzt oftmals solche Feiertage oder innenpolitisch bedeutende Ereignisse, um militärische Stärke zu demonstrieren.

Südkorea hält es für möglich, dass Nordkorea vor einem geplanten Kongress der herrschenden Arbeiterpartei im Mai weitere Provokationen unternehmen könnte - einschließlich weiterer Raketenstarts oder eines neuen Atomversuchs. 

Nordkorea hatte zuletzt mehrere Raketen getestet, darunter Mitte März auch eine Mittelstreckenrakete. Südkoreas Streitkräfte vermuteten, dass es eine Rodong-Rakete mit einer Reichweite von 1300 Kilometern gewesen sei. 

Die Lage in der Region ist seit einem neuen Atomtest Nordkoreas im Januar und dem umstrittenen Start einer Weltraumrakete sehr gespannt.

Der UN-Sicherheitsrat hatte jüngst die Sanktionen gegen Pjöngjang verschärft. Nordkorea hatte angesichts der Sanktionen und eines Großmanövers der USA mit Südkorea mehrmals mit einem Angriff gedroht einschließlich eines atomaren Erstschlages. 

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un besuchte am Freitag auch das Kumsusan-Mausoleum in Pjöngjang, in dem außer seinem Großvater auch sein Vater Kim Jong Il aufgebahrt ist.

Kim Jong Un - der Anfang 30 sein soll - habe seinem Großvater Respekt gezollt, berichteten die Staatsmedien. Um die Familie der Kims, die seit sieben Jahrzehnten über das Land herrscht, wird ein bizarrer Personenkult zelebriert. Bereits am Donnerstag ehrten den Berichten zufolge hochrangige Vertreter der Regierung, des Militärs und der Partei bei einem "nationalen Treffen" die Errungenschaften Kim Il Sungs. 

dpa

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