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Schall-Attacken? USA ziehen Diplomaten in Kuba ab

Rätsel um Angriffe Schall-Attacken? USA ziehen Diplomaten in Kuba ab

Mysteriöse Erkrankungswelle in der US-Botschaft in Havanna/Kuba: Mehr als die Hälfte der Botschaftsmitarbeiter wird zurückgerufen, 21 Diplomaten hätten akustische Probleme bis zum totalen Verlust der Hörfähigkeit. Visa werden in Kuba nicht mehr ausgestellt. Und auch von Attacken in Hotels ist die Rede.

Die US-Botschaft in Havanna wurde erst 2015 nach Jahrzehnten der diplomatischen Eiszeit wiedereröffnet.

Quelle: AP

Washington. Unerklärliche Attacken auf amerikanische Diplomaten in Kuba haben die USA zum Rückruf von 21 Diplomaten – mehr als der Hälfte ihres Botschaftspersonals in Kuba – veranlasst. Das teilte das US-Außenministerium auf seiner Internetseite mit. Die kubanische Regierung sei über ihre Botschaft in Washington über diesen und andere Schritte informiert worden. Die wies die Entscheidung der USA, ihr Botschaftspersonal in Havanna stark zu reduzieren, als „überstürzt“ zurück. „Wir stellen fest, dass die Entscheidung (…) überstürzt ist und die bilateralen Beziehungen beeinflussen wird“, sagte die im Außenministerium für die US-Beziehungen zuständige Direktorin Josefina Vidal.

Sie bekräftigte jedoch den Willen Havannas, die Kooperation zwischen beiden Regierungen fortzusetzen. Die Regierung von Präsident Raúl Castro hatte erklärt, nichts mit den Vorkommnissen, die zu mysteriösen Ohrenerkrankungen bei US-Botschaftsmitarbeitern geführt hatten, zu tun zu haben. Die USA machen Havanna dafür verantwortlich, dass das Personal nicht geschützt worden sei, wie es die Konvention von Wien vorsehe und zogen deshalb einen Großteil ihres Botschaftspersonal ab.

Neben der Verringerung der Mitarbeiterzahl der US-Botschaft in Havanna um fast 60 Prozent griff die US-Regierung auch zum Mittel der Reisewarnung. Bislang sei zwar nur diplomatisches Personal betroffen gewesen, allerdings hätten sich einige der Attacken in Hotels ereignet, sagte ein Mitarbeiter aus dem Außenministerium. Es sei daher nicht möglich, für die Sicherheit von US-Bürgern zu garantieren. Alle US-Bürger werden derzeit gewarnt, Reisen nach Kuba anzutreten. Das ist ein herber Rückschlag für die kubanische Tourismusindustrie. Die Botschaft in Havanna werde zudem Kubanern keine Visa mehr ausstellen. Sie müssten sich die Einreiseerlaubnis künftig bei US-Vertretungen in Nachbarländern besorgen, hieß es.

Ausgelöst wurden die Maßnahmen von bis heute ungeklärten Attacken, die vor fast einem Jahr begannen und mindestens 21 US-Diplomaten und ihre Familienangehörigen verletzten. Ungeklärt ist, wer oder was für die Angriffe verantwortlich war, die bei einigen Opfern Schädel-Hirn-Traumata und dauerhaften Verlust des Hörvermögens auslösten. Beschreibungen der Angriffe durch die Opfer erinnern an Science-Fiction-Thriller. Zunächst vermuteten Ermittler, dass Schallwellen als Waffe zum Einsatz gekommen seien, es wurden dafür aber keine Beweise gefunden.

Das US-Außenministerium hatte es zunächst offiziell vermieden, von Angriffen auf seine Diplomaten zu sprechen. Sie wählte die Formulierung „Zwischenfälle“. Mittlerweile wird aber von „Angriffen“ gesprochen. Vorerst wollten die USA darauf verzichten, kubanische Diplomaten zur Ausreise aufzufordern, hieß es weiter. Das hatten einige Kongressmitglieder verlangt. Im Mai forderte Washington zwei kubanische Diplomaten zur Abreise auf. Damals wurde betont, dass dies ein Protest gegen das Versagen der kubanischen Regierung sei, US-Diplomaten zu schützen. Eine Schuldzuweisung sei damit nicht verbunden gewesen.

Die Entwicklung wirft die vom früheren US-Präsidenten Barack Obama eingeleitete Annäherung der über ein halbes Jahrhundert verfeindeten Nachbarn zurück. 2015 wurden wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen, Handels- und Reisebeschränkungen gelockert. Obamas Nachfolger Donald Trump hat einige Details dabei zurückgenommen, die Politik der Wiederannäherung im Großen und Ganzen aber beibehalten.

Von RND/AP

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