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Politik So verlief das TV-Duell Clinton - Trump
Nachrichten Politik So verlief das TV-Duell Clinton - Trump
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09:37 27.09.2016
Donald Trump und Hillary Clinton in ihrem ersten TV-Duell. Quelle: dpa
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Hempstead

Erste TV-Debatte vor der US-Präsidentenwahl am 8. November: Donald Trump und Hillary Clinton haben sich in der Nacht zu Dienstag vor 100 Millionen Fernsehzuschauern eine heftige Auseinandersetzung geliefert. Clinton machte eine gute Figur, blieb meist gelassen und versuchte, mit Argumenten zu überzeugen. Trump wirkte mit zunehmenden Verlauf immer unsteter, aufgeregter und unterbrach sie sehr oft. Sein Ton war auffallend schrill. Wenn Clinton sprach, verzog er das Gesicht. Kontrahentin Hillary Clinton lächelte, wenn Trump redete. Beide gerieten unter anderem bei Themen wie internationaler Handel und bei der Integration der afroamerikanischen Minderheit aneinander. Abschließend sagte Trump, wenn er die Wahl verliere, werde er Clinton auf jeden Fall unterstützen.

Das Rennen bleibt eng

Etwa 100 Millionen Amerikaner sollen die TV-Debatte verfolgt haben. Das enorme Interesse an dem Streitgespräch zwischen Hillary Clinton und Donald Trump stellt die Fernsehduelle zurückliegender Jahrzehnte in den Schatten – ein Indiz für die tiefe Spaltung des Landes.
Ein Kommentar von US-Korrespondent Stefan Koch

Trump und die Erwachsene im Raum - Kommentar von Maren Hennemuth

Die wichtigsten Themen und Beiträge:

Trump über Clinton

«Ich denke nicht, dass sie die Ausdauer dafür hat. (...) Sie mag erfahren sein, aber sie hat schlechte Erfahrung.» Und auch: «Ich möchte, dass Sie glücklich sind. Das ist sehr wichtig für mich.»

Clinton über Trump

«Das ist nicht das richtige Naturell, um Commander-in-Chief (Oberkommandierender) zu sein. Ein Mann, der von einem Tweet provoziert wird, sollte nicht in der Nähe der nuklearen Codes sein.» Dem widersprach Trump. Er werde als Sicherheitsrisiko angesehen und für nicht tauglich gehalten, die Rolle des Oberkommandierenden der US-Armee zu übernehmen. «Mehr als 200 Admirale und Generäle unterstützen mich», sagte Trump. «Ich werde sicher nicht den nuklearen Erstschlag führen.»

Trump: Deutschland soll USA Schutzgeld zahlen

Donald Trump will, dass Deutschland und Japan und andere Länder für den Schutz durch die USA zur Kasse gebeten werden. «Sie müssen bezahlen», sagte der Präsidentschaftskandidat der Republikaner in der Nacht zum Dienstag in der ersten TV-Debatte mit seiner Konkurrentin Hillary Clinton. Das gelte auch für Saudi-Arabien. «Die größte Bedrohung der Welt ist die nukleare, nicht wie Du und Dein Präsident es sieht, der Klimawandel», sagte Trump

Trump angeblich schon immer gegen den Irakkrieg

Donald Trump hat in der TV-Debatte seine falsche Behauptung wiederholt, er sei schon immer gegen den Krieg der USA im Irak gewesen. «Falsch, falsch», sagte er, als Clinton ihm das vorhielt. Trump hat den Einmarsch in den Irak nachweislich zunächst gutgeheißen. Erst später hat er seine Meinung geändert.

Ist Obama in den USA geboren?

Donald Trump ist in der TV-Debatte mit Hillary Clinton einer klaren Antwort ausgewichen, ob US-Präsident Barack Obama in den USA geboren wurde. Trump behauptet seit Jahren, Obama sei kein US-Amerikaner und unterstellt damit, er sei illegitimes Staatsoberhaupt. Zuletzt hatte Trump diese Kampagne zu beenden versucht, in der Debatte gab er eine verwirrende Antwort. In Wirklichkeit habe er Obama damit einen Gefallen getan, sagte Trump. Barack Obama wurde auf Hawaii geboren.

Trump zum Klimawandel

Donald Trump hat abgestritten, den Klimawandel eine Erfindung genannt zu haben. «Stimmt nicht», sagte er in der Nacht zum Dienstag in der ersten TV-Debatte zu seiner Konkurrentin Hillary Clinton, als sie ihm das vorhielt. Trump hat den Klimawandel nachweislich mehrfach als Erfindung bezeichnet.

Thema Recht und Ordnung

Die ungleiche Behandlung von Schwarzen und Weißen ist nach Ansicht von Hillary Clinton nach wie vor eines der größten Probleme der USA. «Wir müssen das Vertrauen zwischen den Kommunen und der Polizei wiederherstellen», sagte sie in der TV-Debatte. Jeder müsse sich an das Gesetz halten. Donald Trump sagte, das Problem sei eine Abwesenheit von «law and order», von Recht und Ordnung. Clinton wolle diese Wörter nicht einmal benutzen.

Thema IS

Die frühere Außenministerin setzte sich für eine härtere Gangart im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ein. «Wir müssen die Luftangriffe auf den IS intensivieren», sagte sie. «Wir müssen auch Bagdadi jagen», sagte sie über den Anführer der Terrormiliz, Abu Bakr al-Bagdadi. Trump warf der Administration von US-Präsident Barack Obama schwere Fehler vor und wiederholte seine Darstellung, die USA hätten die Ölquellen des Iraks besetzen müssen, um sie vor dem IS zu schützen.

Thema Internationaler Handel

Beim Zankapfel «Internationaler Handel» warf Trump Clinton mehrmals vor, ihre Ansicht zur Transpazifischen Handelspartnerschaft unter zwölf Pazifikanrainern mehrmals geändert zu haben. «Du hast gehört, was ich dazu gesagt habe und dann warst Du dagegen», sagte Trump. Clinton widersprach dem. Trump trat zudem für eine Erleichterung des Regelwerks für die Gründung neuer Unternehmen ein. Die Schaffung von Arbeitsplätzen müsse erleichtert werden.

Clinton zu Wirtschaft und Sozialleistungen

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin hat zu Beginn der ersten TV-Debatte mit ihrem Kontrahenten Donald Trump ihr wirtschaftspolitisches Programm umrissen. «Wir brauchen eine Wirtschaft, die für alle funktioniert», sagte sie bei dem ersten von bis zu drei TV-Duellen mit Trump. Clinton forderte mehr Sozialleistungen wie bezahlten Mutterschutzzeiten und Krankengeld für Beschäftigte und eine Entschuldung für Studenten. Die Reichen müssten ihren Teil für die Gesellschaft leisten, forderte Clinton.

Trump lockt mit Steuersenkungen

Donald Trump will die US-Wirtschaft als Präsident ankurbeln, in dem er Tausende Arbeitsplätze ins Land zurückholt. Die USA verlören zu viele Jobs an Mexiko oder China. «Wir müssen beenden, dass uns so viele Jobs gestohlen werden», sagte er. Trump stellte in seinem Eingangsstatement die größten Steuersenkungen seit Ex-Präsident Ronald Reagan in Aussicht.

Clinton oder Trump: Wer wäre Ihrer Meinung nach der bessere US-Präsident?

Am 8. November 2016 wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Die Demokratin Hillary Clinton tritt gegen den Republikaner Donald Trump an.

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