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Politik Staatsbesuch: Gauck lobt irische Reformen
Nachrichten Politik Staatsbesuch: Gauck lobt irische Reformen
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21:54 13.07.2015
Schüler begrüßen Bundespräsident Gauck in Dublin. Quelle: Wolfgang Kumm
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Dublin

n. "Mit diesen Anstrengungen ist Ihr Land ein Vorbild für manch anderen Staat innerhalb der Europäischen Union", betonte Gauck nach Angaben des Präsidialamtes.

Zugleich begrüßte der Bundespräsident die in Brüssel getroffene Vereinbarung für die Aufnahme von Verhandlungen über ein weiteres Hilfspaket für Griechenland. "Ich bin erleichtert, dass heute morgen auch der Weg zu einem Kompromiss gefunden wurde. Das zeigt, dass die Bereitschaft besteht, gemeinschaftlich den europäischen Weg weiterzugehen."

Gauck hat am Montag einen dreitägigen Staatsbesuch in Irland begonnen. Zum Auftakt wurde er vom irischen Präsidenten Michael Higgins mit militärischen Ehren begrüßt. Am Nachmittag traf Gauck in Dublin auch mit Regierungschef Enda Kenny zusammen.

Am Abend betonte Gauck, Irland habe zeitweise wirtschaftliche und soziale Verwerfungen, hohe Arbeitslosigkeit und die Abwanderung junger Talente erleben müssen. Dennoch sei das Bekenntnis der Iren zu Europa weiter lebendig. "Auch das verbindet sie mit Deutschland und den Deutschen, die auch in Krisenzeiten verlässlich und solidarisch Europäer sein wollen." Irland ist nach einem Hilfsprogramm unter dem Euro-Rettungsschirm und massiven Sparanstrengungen wieder auf Wachstumskurs.

Der Bundespräsident wird auf der Reise von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begleitet. Bei seinen Gesprächen stehen neben der Eurokrise und der Entwicklung in Griechenland auch bilaterale Fragen sowie die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder im Mittelpunkt. Zuletzt hatte 2003 der damalige Bundespräsident Johannes Rau Irland einen Staatsbesuch abgestattet.

Am Dienstag wird Gauck unter anderem Wirtschaftsgespräche in Dublin führen. In der westirischen Stadt Galway besucht er am Mittwoch ein Zentrum für Menschenrechte an der Universität und erhält dort die Ehrendoktorwürde. In einer Rede dort wird sich der Bundespräsident auch mit Verletzungen der Menschenrechte in vielen Teilen der Welt auseinandersetzen.

dpa

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