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Politik Stabschef Kelly verliert einen weiteren Vertrauten
Nachrichten Politik Stabschef Kelly verliert einen weiteren Vertrauten
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17:58 11.02.2018
Stabschef John Kelly muss sich unangenehme Fragen stellen lassen. Wie konnte ein Mann wie David Sorensen in das Umfeld des Präsidenten gelangen. Quelle: dpa
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Washington

Wegen Gewaltvorwürfen haben zwei Angestellte des Weißen Hauses ihre Posten geräumt. Nach Stabssekretär Rob Porter gab am Freitag auch Redenschreiber David Sorensen seinen Rücktritt bekannt. Das Weiße Haus habe von den Vorwürfen gegen Sorensen erfahren, sagte Sprecher Raj Shah.

Der Vorwurf des häuslichen Missbrauchs steht im Raum

Laut dem Bericht der „Washington Post“ beschuldigt seine Ex-Frau Sorensen der häuslichen Gewalt. Sie gab demnach an, er habe sie während ihrer Ehe mehrfach physisch und psychisch misshandelt. Er wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte seine Ex-Frau seinerseits, sich ihm gegenüber gewalttätig verhalten zu haben.

In einer Nachricht an die Zeitung erklärte er, er habe seinen Rücktritt eingereicht, damit sich das Weiße Haus nicht mit der Angelegenheit herumschlagen müsse.

Es ist der zweite Rücktritt binnen weniger Tage. Erst am Mittwoch hatte Rob Porter - als „Assistent des Präsidenten für politische Koordination“ ein enger Mitarbeiter Trumps - seinen Posten verlassen, weil Vorwürfe zweier Ex-Ehefrauen publik wurden, die ihn wegen häuslichen Missbrauchs und Gewalt beschuldigen.

Kelly war für die Personalien verantwortlich

Die Affäre um ihn belastet Trumps Stabschef John Kelly, der laut Berichten seit Monaten von den Vorwürfen gegen Porter gewusst haben soll. Porter, der unter anderem alle schriftlichen Informationen an den US-Präsidenten kanalisierte, galt als Kellys rechte Hand.

Unklar ist bislang, was Stabschef Kelly zu welchem Zeitpunkt gewusst hat. Sollten die Vorwürfe stimmen, stellt sich auch die Frage, wie ein Mann mit einer solchen Vergangenheit dem Präsidenten der USA in so hoher Position so nahe zuarbeiten kann.

Der Stabschef informierte den Präsidenten zunächst nicht

Einigen Berichten zufolge soll Trump sehr wütend darüber gewesen sein, dass er von Kelly nicht in vollem Umfang über die Vorwürfe gegen Porter unterrichtet worden sei. Andere Berichte sagen, solche Anschuldigungen seien Trump eigentlich egal, davon habe auch Kelly ausgehen müssen, deshalb habe er den Präsidenten nicht unterrichtet.

Der bisherige Vize-Stabssekretär Derek Lyons werde Porter nun auf dem Posten nachfolgen, erklärte das Weiße Haus. Lyons hatte vor seiner Stelle im Weißen Haus unter anderem für die Wahlkampfkampagne von Jeb Bush gearbeitet.

Von AP/dpa/RND

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