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Politik Ströbele soll Gauland als Alterspräsident verhindern
Nachrichten Politik Ströbele soll Gauland als Alterspräsident verhindern
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09:00 28.11.2016
Hat immer eine Antwort parat: Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele.   Quelle: dpa
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Berlin

 Der Grünen-Politikveteran Hans-Christian Ströbele (77) wird von Parteifreunden zur erneuten Bundestags-Kandidatur aufgefordert – auch um einen AfD-Politiker als Alterspräsidenten zu verhindern. „Einzelne Leute sind an mich herangetreten“, sagte Ströbele.

Nicht nur bei den Grünen herrscht die Sorge, dass die AfD bei einem allgemein erwarteten Einzug in den Bundestag mit dem stellvertretenden Parteivorsitzenden Alexander Gauland (75) den Alterspräsidenten stellen könnte.

Der umstrittene Alexander Gauland. Quelle: dpa

Aus Sicht des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner besteht für die etablierten Parteien allerdings kein Grund zur Beunruhigung. „Herr Ströbele muss sich nicht genötigt fühlen. Mit Hermann Otto Solms von der FDP ist sichergestellt, dass eine seriöse Persönlichkeit Alterspräsident wird“, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur. Den 76-Jährigen „muss man auch gar nicht zur Kandidatur bitten und drängen, er hat unverändert Feuer“.

Dafür muss die FDP aber erst den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen. In Umfragen liegen die Liberalen im Schnitt knapp über der Fünf-Prozent-Hürde, während die AfD auf zehn Prozent und mehr kommt.

Ströbele will sich in kommenden Wochen entscheiden

Ströbele teilte mit, seine Entscheidung stehe noch nicht fest, werde aber in den kommenden Wochen gefällt. Er beziehe alles in seine Entscheidung ein, sagte der Grünen-Politiker, der seit 1998 im Bundestag sitzt. 2013 holte er zum vierten Mal ein Direktmandat.

Zum Alterspräsidenten wird das älteste Mitglied des Bundestages ernannt. Der Alterspräsident hat mehrere spezielle Rechte, zum Beispiel eröffnet er die erste Sitzung des Bundestags nach der Wahl. Der amtierende Alterspräsident, der CDU-Politiker Heinz Riesenhuber (80), hatte erklärt, nicht erneut zu kandidieren.

Gauland leistete sich bereits einige verbale Aussetzer

Der Brandenburger AfD-Chef Gauland hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für verbale Aussetzer und Kopfschütteln gesorgt. Immer wieder fiel er dabei mit Kommentaren zur Flüchtlingspolitik auf. Nach einem vorsätzlichen gelegten Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft sagte Gauland, dass sich solche Reaktionen verhindern ließen, wenn die Bürger einbezogen würden und die Politik auf Bundes- und Landesebene alles tun würde, um der Situation Herr zu werden.

Ende Oktober 2014 bezeichnete er die Asylpolitik von Angela Merkel als "Irrsinn" und sagte sie habe einen "Vogel". Außerdem sagte er, dass die AfD in der Flüchtlingsfrage ein unfreundliches Gesicht zeigen solle. Vor etwa einem Jahr bezeichnete Flüchtlingshelfer als nützliche Idioten.

Für viel Aufsehen sorgte eine Äußerung Gaulands über den deutschen Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng. In einem Interview soll er gesagt haben, dass man Boateng zwar als Fußballer gut finde, ihn aber nicht als Nachbar wolle. Später gab es Streit, ob die Äußerung tatsächlich so gefallen ist.

Auch eine Aussage über einen Verkehrspolizisten brachte Gauland viel Unverständnis ein. Er bezeichnete einen Polizisten demnach als "Knallcharge" und ärgerte sich über seiner Meinung nach lästige Parkverbote, die man auch brechen könne. Später entschuldigte sich Gauland für die Äußerung.

Von RND/dpa

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